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Filmtipp  

   

Kommende Reviews  

   
Mär14

Heat

Heat

Originaltitel: Heat
Herstellungsland: USA

Erscheinungsjahr: 1995
Genres: Action, Thriller
Freigabe: FSK-16
Regie: Michael Mann

Darsteller: Al Pacino, Robert De Niro, Val Kilmer u.a.

Preis zum Test: EUR 12,99


 

Inhalt: Neil McCauley (Robert De Niro) ist einer der besten Verbrecher in L.A. Seine Pläne sind so durchdacht, dass er immer spurlos davon kommen kann. Vincent Hanna (Al Pacino) ist ein akribischer Cop und einer der erfolgreichsten obendrein. Beide Männer sind besessen vom Verbrechen. Nur das Gesetz trennt sie. McCauley plant mit seinem Team (Val Kilmer, Danny Trejo, Tom Sizemore) noch einen großen Coup, doch als er sich in Eady (Amy Brenneman) verliebt, fällt es ihm schwer das Wesentliche im Auge zu behalten. Vincent Hanna steht kurz vor seiner dritten Scheidung und zu seiner Stieftochter (Natalie Portman) hat er keinen Draht. In Wirklichkeit ist Hanna mit dem Job verheiratet, seine wahre Familie sind die Cops (Mykelti Williamson, Wes Studi). Nach intensiven Ermittlungen bekommt Hanna eine Spur und zieht die Schlinge immer enger zu. Ein Katz- und Mausspiel entwickelt sich, das nur einer gewinnen kann…

 


 

 



- Kritik -
     

HEAT (1995) gehört zu Regisseur Michael Manns erfolgreichsten Filmen. Es war das letzte große Aufeinandertreffen von Al Pacino und Robert deNiro. In Deutschland sind die Verleihrechte des Films nun von Warner an Twentieth Century Fox Home Entertainment übergegangen, was diese direkt genutzt haben um den Action-Thriller nochmals neu auf Blu-ray als sogenannte „Director's Definitive Edition“ zu veröffentlichen. Anders als der Titel vermuten lässt erhält man, wie von Mann eigentlich üblich, keine neue Schnittfassung des Films. Er hat nur die neue 4-K-Abtastung des Films, die sich sehen lassen kann, überwacht. So erstrahlt der Film nun in neuem Glanz und teilweise neuem Bonusmaterial. Und eine erneute Sichtung macht deutlich, dass nach über 20 Jahren das dreistündige Action-Thriller-Epos nichts von seinem eigenen filmischen Glanz verloren hat.

Man mag Michael Mann gut und gerne Style-Over-Substance vorwerfen, doch ist daran eigentlich nicht viel daran. Er hat als kreativer Kopf der Serie MIAMI VICE das Bild Miamis der 80er geprägt, nur um es dann zwanzig Jahre später selbst im eigenen Kino-Remake in das digitale, düstere, körnige Videozeitalter zu überführen. Manns Filme sind oft von den Massen unterschätzt. Zu lange, vielleicht auch zu verkopft. Neue Schnittfassungen zu seinen Filmen, lässt er immer mal wieder anfertigen. Er scheint nie mit einem Film wirklich ertig zu sein. HEAT bildet hierbei eine Ausnahme. Von ihm gibt es, bis jetzt, nur diese eine Fassung, die auch schon 1995 in den Kinos lief. Es ist der Film, der Christopher Nolan mehr als deutlich für seinen THE DARK KNIGHT (2008) inspiriert hatte und noch heute der Gradmesser für jeden Actionthriller ist. Doch nicht mal diese Genrebezeichnungen werden diesem Film gerecht, denn so fällt unter dem Tisch wie nah der Film auch durch seine Charakternähe dem Drama ist. Bei all diesen Superlativen darf auch die Besetzung nicht vergessen werden, die Al Pacino und Robert deNiro aufweist, als sie noch die Spitze der Darstellerriege aus Übersee war.

Die Shootouts sind bis heute legendär und unerreicht, doch greift in den Film ein großes thematische Spektrum ein, indem die Beziehungen zu den anderen Frauen beziehungsweise die Rolle der Familie einen großen Platz einnimmt. Dem gegenüber steht ein hoher Gewaltgrad, der wie bei Mann eher üblich aber roh daher kommt. Hier wird noch laut und vor allen Dingen scharf geschossen. Der bereits erwähnte, aber ungerechtfertigte, Vorwurf des Stiles, der den eigentlich Inhalt überdeckt, sollte man dahingehend nochmals aufgreifen, da Manns Filme natürlich von einer visuellen Eloquenz leben, die aber nur selten dem Selbstzweck dienen, sondern vielmehr zum Werkzeug des Regisseurs werden um die evozierte Atmosphäre zu erzeugen. So auch bei HEAT. Interessant ist zudem die ambivalente Darstellung der Charaktere, indem die Gangster, unter anderem Robert deNiro, nicht einfach eine Antagonistenrolle einnehmen. Das aber Michael Mann dann doch irgendwie mit seinem scheinbaren Meisterwerk noch nicht fertig ist, zeigen die jüngsten Meldungen, in denen er ankünidgt ein Prequel veröffentlichen zu wollen. Zunächst aber erstmal nur in Buchform.

 

- Fazit -  

Ein Meisterwerk, an dem der Zahn der Zeit einfach vorüber zu gehen scheint. Die neue Blu-ray wird diesem Credo mehr als gerecht. Michael Mann at his Best!

Wertung: 9|10

Durchschnittliche Userbewertung

9.3/10 Bewertung (3 Stimmen)

 

- BD FACTS UND EXTRAS -

 

BD Verkaufstart: 23. Februar 2017
BD Verleihstart: 23. Februar 2017

Publisher: Twentieht Century Fox Home Entertainment

Verpackung: BD Case (Amaray)
Wendecover: Ja

Bild: 2,40:1 (1080p)
Laufzeit: ca. 170 min.
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch DTS 5.1
2. Englisch DTS-HD MA 5.1
3. Japanisch DTS-HD MA 1.0
4. Portugiesisch DTS-HD MA 1.0
5. Französisch DTS 5.1
6. Spanisch DTS 5.1
7. Japanisch DTS 2.0

Untertitel:
- Deutsch
- Englisch für Hörgeschädigte
- Bulgarisch
- Chinesisch (traditionell)
- Chinesisch (vereinfacht)
- Dänisch
- Finnisch
- Französisch
- Japanisch
- Koreanisch
- Niederländisch
- Norwegisch
- Portugiesisch
- Rumänisch
- Schwedisch
- Spanisch
- Thailändisch

Extras:

  • Audiokommentar von Michael Mann
  • Original Filmtrailer
  • Neu: Präsentation organisiert von der Academy of Motion Picture Arts and Sciences im September 2016 (ca. 60 Min.)
  • Neu: Präsentation auf der Internationalen Filmfestival in Toronto im Jahr 2015 (ca. 35 Min.)
  • Making Of:
    * True Crime: Erinnerunge an den realen Chicago Cop und wie die Heldenarbeit den Film inspirierte
    * Crime Stories: Der 20ste Jahrestag des Drehbuchs und wie der Film endlich grünes Licht erhielt
    * Into the Fire: Am Set in L.A., bei den Proben, die Schusswechsel-Szenen und die Post-Produktion
  • Pacino und de Niro im Gespräch
  • Zurück am Ort des Geschehens
  • 11 Entfallene Szenen

Kritik Extras
Vollgepackt, zudem mit zuvor noch nie veröffentlichtem Bonusmaterial. Was will man mehr?

Wertung: 9|10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

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Manuel Föhl

Manuel Föhl

   

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