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Filmtipp  

   

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Jul08

BD Kritik: I wie Ikarus

BD Kritik: I wie Ikarus

Originaltitel: I... comme Icare
Herstellungsland: Frankreich

Erscheinungsjahr: 1979
Genre: Thriller
Freigabe: FSK-12
Regie: Henri Verneuil

Darsteller:
Yves MontandMichel AlbertiniRoland Amstutz u.a.

Preis zum Test: EUR 10,99


 

Inhalt: Auf den gerade wiedergewählten Staatspräsidenten Jary wird kurz vor seiner Amtseinführung direkt vor dem Regierungspalast ein Attentat verübt, das er nicht überlebt. Die Untersuchungskommission kommt schnell zu dem Ergebnis, dass dies die Tat eines verwirrten Einzelgängers gewesen sei, der sich nach dem Anschlag das Leben nahm. Doch Generalstaatsanwalt Volney will das Resultat nicht akzeptieren und stellt persönliche Nachforschungen an, die Ungeahntes ans Tageslicht bringen…

 


 

 



- Kritik -
    

Der Franzose Henri Verneuil ist heute nicht merh vielen ein Begriff. Dabei war er eine zeitlang einer der kommerziell erfolgreichsten Regisseure in Frankreich. Vielleicht liegt es daran, dass sich sein Stil nie wirklich mit der"Nouvelle Vague", einer der neuen europäischen Wellen in den 60er Jahren, vereinbaren ließ und er somit in der Filmgeschichtsschreibung vielerorts nur eine Randnotiz wurde. Er feierte an den Kinokassen Erfolge, während andere das Kino neu erfinden wollten. In den 70er Jahren sprang er dann auf den erfolgreichen Zug des Paranoia-Polit-Thrillers auf und lieferte mit I WIE IKARUS einen Film ab, der universell in einem fiktiven Land angelegt wird, aber offensichtlicht seine Inspiration aus dem Kennedy-Attentat zieht. Seit Kurzem ist der Film zum ersten Mal hierzulande von Studiocanal auf Blu-ray erhältlich. Eine Kaufempfehlung?

Die filmischen 70er Jahre waren unter anderem bekannt und sind es bis heute auch für ihre Polit- beziehungsweise Paranoia-Thriller. So reiht sich auch I WIE IKARUS ein und folgt in seiner Geschichte streng den Ermittlungen um zum wahren Kern der Verschwörung vorstoßen zu können. Thematisch greift der Film dabei immer wieder ungemütliche Fragen hinsichtlich Macht, Staatsgewalt, persönlicher Autorität, Manipulation, medialer Berichterstattung, öffentlicher Meinung, Verantwortung, Gerechtigkeit, Schuld und Gewissen auf. So lässt sich auch der Rahmen des Films einordnen, der damit beginnt, dass im Vorspann ein Zitat von Boris Vlan eingeblendet wird: "Diese Geschichte ist vollkommen wahr, da ich sie von Anfang bis Ende erfunden habe". Doch gerade dieser fiktive Rahmen in einem fiktiven Land dessen Flagge der amerikanischen ähnelt, dessen Bewohner aber Französisch sprechen, ermöglichen viele Freiräume und die Akzeptanz und Erklärung möglicher diverser Logiklöcher. 

Ives Montand ist dabei einer der wenigen bekannten Namen der Besetzung, der aber auch in seiner unvergleichlichen Art den Film locker und souverän führen kann. Den Rest der Besetzung kennt man wohl mitunter mehr aus Nebenrollen anderer Filme, doch auch hier gibt es nichts zu beanstanden. Visuell wird das Ganze ohne große Effekthascherei angefangen und auf der Tonspur konnte man sich auf einen ganz Großen verlassen: Ennio Morricone. Mit seiner melancholischen Filmmusik reichert er die Bilder nur umso mehr an. Probleme könnten die beiden verschiedenen Seiten des Films machen. Denn ursprünglich plante Regisseur Verneuil mit dem Film einen Essayfilm und vereinbarte sich dann mit einem klassischen Spannungsfilm, für den man denken kann, dass er sich dazu gewzungen gefühlt hat. Doch bleibt darin eine unüberwindbare Trennung: Der Thriller weist deshalb eigentlich zwei Teile auf, die nebeneinander existieren müssen. Auf der einen Seite wird ein Kriminalfall gelöst, während auf der anderen Seite führen Figuren (etwas belehrende) Dialoge über die Natur der Wahrheit führen. Doch sind auch diese Momente zu stark inszeniert, als das man sie dem Film ankreiden möchte. Und auch wenn die 70er Jahre oder das Kennedy-Attentat mittlerweile weit entfernt scheinen, so hat der Film auch durch seine angesprochenend Themen noch heute Relevanz.

  

- Fazit -  

Spannendes Paranoia-Politkino made in France.

Wertung: 7,5|10

Durchschnittliche Userbewertung

8.0/10 rating 1 vote

 

- BD FACTS UND EXTRAS -

 

BD Verkaufstart: 11. Mai 2017
BD Verleihstart: 11. Mai 2017

Publisher: Arthaus/Studiocanal

Verpackung: BD Case (Amaray)
Wendecover: Ja

Bild: 1,66:1 (1080p)
Laufzeit: ca. 128 min.
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (DTS-HD MA 2.0)
2. Französisch (DTS-HD MA 2.0)

Untertitel:
- Deutsch

Extras:

- Trailer

Kritik Extras
Leider hat es nur einen Trailer in die Extras verirrt.

Wertung: 2|10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

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Manuel Föhl

Manuel Föhl

   

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