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Filmtipp  

   

Kommende Reviews  

   
Nov28

Money Monster

Money Monster

Originaltitel: Money Monster
Herstellungsland: USA

Erscheinungsjahr: 2016
Genres: Thriller
Freigabe: FSK-12
Regie: Jodie Foster

Darsteller: George Clooney, Julia Roberts, Jack O' Connell u.a.

Preis: EUR 14,49


 

Inhalt: Lee Gates (George Clooney) ist eine TV-Persönlichkeit. Der Promi ist als Wall-Street-Guru mit seiner Finanz-Show überall in den Vereinigten Staaten bekannt und erteilt Fernsehzuschauern live Ratschläge, wie sie ihr Geld am besten an der Börse anlegen können. In der Mehrzahl der Fälle zahlen sich seine Insider-Tipps aus. Als der Familienvater Kyle (Jack O'Connell) allerdings aufgrund eines Fingerzeigs von Lee Gates all sein Vermögen verliert, macht er den Show-Host und seine Mitarbeiter, zu denen auch die Produzentin Patty Fenn (Julia Roberts) gehört, dafür verantwortlich. Prompt nimmt er Mitglieder des Fernsehteams vor laufender Kamera als Geiseln und treibt damit die Einschaltquote in astronomische Höhe, was allerdings höchstens die PR-Frau (Caitriona Balfe) des Senders freut. Die ganze Welt sieht zu, als der verzweifelte Geiselnehmer seine Bedingungen stellt: Wenn seine Aktie bis zum Ende des Börsentages nicht wieder um mindestens 24,5 Prozentpunkte steigt, wird er Lee töten.

 


 

 



- Kritik -
     

In ihrer mittlerweile vierten Regiearbeit hat es Jodie Foster auf die gierigie Finanzwelt abgesehen. Nicht unbedingt kreativ, aber mittlerweile auch in Hollywood Standard den kleinen Mann gegen die undurchsichtigen und korrupten Banker aufzustellen. Letztes Jahr gelang dies THE BIG SHORT (2015) mit einem Augenzwinkern zu zeigen, wie sich ein paar clevere kleine Wall-Street-Mitarbeiter an der letzten großen Finanzkrise bereichern konnten. Hier nun ist es eine fiktive Geschichte in der ein einfacher Mann Rache nehmen will an den immer reicher werdenden und dem dafür jedes Mittel Recht ist. Auch eine Geiselnahme von George Clooney als aufgedrehter Moderator einer Finanz-Boulevard-Show. Sony hat den Film kürzlich auf DVD und Blu-ray veröffentlicht und wir haben uns in den Schlund dieses MONEY MONSTER begeben.

 George Clooney, everyone's darling. Natürlich würde jeder ihm blind vertrauen, wenn er im Fernsehen in einer Boulevard-Show die vielversprechendsten Anlegetipps gibt. Mal davon abgesehen, dass er dazu pseudocoole Tänze aufs Parkett legt, mit einem Augenzwinkern wohlgemerkt, also eine Rolle, die für Clooney prädestiniert zu sein scheint. Generell entwirft Foster hier anfangs ein wenn auch simples, aber vielversprechendes Szenario für eine Geiselnahme. Selbstverständlich bleibt von Anfang an die Frage was das Ziel des Geiselnehmers zu sein scheint, da es kaum ein Szenario geben könnte, bei dem er sich ungeschoren aus der Affäre ziehen könnte. Jodie Foster hat das Ganze aber noch nicht gereicht und anstatt mit der Erzählung in diesem TV-Studio zu bleiben, muss auch noch eine waschechte Verschwörung daher. Leider ergibt sich hierbei für den Zuschauer ziemlich schnell wie der Hase läuft, was diesen zusätzlichen Erzählstrang noch ärgerlicher macht. Jack O' Connell als der  betrogene "kleine Mann" ist vielleicht einer der verschenktesten Figuren, denn er soll es ja eigentlich sein, den die Zuschauer wie Clooneys Lee Gates schließlich für den zu Unrecht betrogenen halten bzw. steht er für eine Masse, die von einem gierigen Banker ausgenommen wurde. Doch leider bleibt seine Charakterisierung schablonenhaft und Foster schafft es nicht in ihrer Inszenierung dem Ganzen mehr abzugewinnen.

Vieles in diesem Film verdient das Prädikat solide, denn wirklich schlecht ist nichts in dem Film, aber eben auch nicht das Gegenteil. Die Schauspieler können überzeugen, ohne zu glänzen. Die Regie ist kurzweilig und flott, ohne aber irgendwelche besonderen Einfälle bereit zu halten. Und so weiter. Das Problem bleibt die unausgegorene Erzählung, die nie wirklich einen Fokus hat und man zugeben muss, dass der Film vielleicht spannender geblieben wäre, ohne die ganzen Ortswechsel. Auch der Wandel von Clooneys Figur wirkt sehr konstruiert. Es passt wohl mehr zum Schauspieler, steht aber auch mehr im Dienste des Fortgangs der Erzählung, als wirklich sich organisch aus dieser zu entwickeln.

  

- Fazit -  

Es mag nicht die kreativste Ausgangssituation sein, doch bietet sie einiges an Potenzial. Potenzial das Jodie Foster aber leider nicht vollends auszuschöpfen weiß. Sie wechselt zwischen Thriller-Verschwörung und Drama hin und her ohne sich festlegen zu wollen. Darunter leiden schließlich beide Standbeine und so wird der Film nie wirklich hochspannend oder brisant, sondern bleibt vorhersehbar, ist aber solide gespielt und tut keinem weh.

Wertung: 5|10

Durchschnittliche Userbewertung

5.0/10 rating 1 vote

 

- BD FACTS UND EXTRAS -

 

BD Verkaufstart: 06. Oktober 2016
BD Verleihstart: 06. Oktober 2016

Publisher: Sony Pictures Home Entertainment

Verpackung: Blu-ray Case (Amaray)
Wendecover: Ja

Bild: 2,40:1 (1080p)
Laufzeit: ca. 99 min.
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (DTS-HD Master Audio 5.1)
2. Englisch (DTS-HD Master Audio 5.1)
3. Französisch (DTS-HD Master Audio 5.1)

Untertitel:
- Deutsch
- Englisch

Extras:

  • Entfallene Szenen
  • George Clooney, der Money Man
  • Im Brennpunkt
  • Der Showdown - Analyse einer Szene
  • Dan the Automator (Feat. Del the Funky Homosapien) - "What Makes the World Go `Round (MONEY!)" - Musikvideo
  • Trailer

Kritik Extras
Die entfallenen Szenen präsentieren u.a. einen "globalen Anfang", der schonmal alle wichtigen Handlungsträger, die quer über die Welt verteilt sind in einer kurzen Montage einführt ohne mehr zu verraten. Ansonsten gibt es nur zwei weitere eher unnötige Szenen, die wohl zu Recht aus Zeitgründen (wenn es auch nur zusammen eine Minute ist) rausgefallen sind aus dem fertigen Film. Ansonsten gibt es ein Feature über die Figur von George Clooney und seiner fiktiven Finanzshow. Der Fokus liegt in den fünf Minuten vor allem auch auf George Clooneys Arbeit mit dem Charakter. "Im Brennpunkt" ist dann ein 10-minütiges Making Of, was in Teilen interessante Einblicke in die Herstellung des Films bringt, sich aber auch auf nur ein paar wenige Punkte der Realisierung konzentriert und übliche Lobhuldigungen beinhaltet. Der Showdown wird schließlich nochmals in einem interessanten eigenen Featurette betrachtet. Ein Musikvideo und der obligatorische Trailer komplettieren das Bonusmaterial. 

Wertung: 6|10

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Manuel Föhl

Manuel Föhl

   

Spieltipp  

   

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