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Jun11

RoboCop (2014)

RoboCop (2014)

Originaltitel: RoboCop
Herstellungsland: USA

Erscheinungsjahr: 2014
Genres: Action, Thriller, Krimi, Science-Fiction
Freigabe: FSK 12
Regie: José Padilha

Darsteller: Michael Keaton, Samuel L. Jackson, Joel Kinnaman, Gary Oldman u.a.

Im Jahr 2028 ist der Megakonzern OmniCorp globaler Marktführer für Roboter. Die von ihm produzierten Drohnen werden weltweit in Krisengebieten eingesetzt, doch in den USA hat man große Bedenken gegenüber computergesteuerten Gesetzeshütern. Als der Detroiter Polizist Alex Murphy im Dienst schwer verletzt wird, sieht OmniCorp die einmalige Gelegenheit, seine umstrittene Technologie endlich zum Einsatz zu bringen. Der Plan ist, den perfekten Polizisten zu schaffen: einen Gesetzeshüter, der halb Mensch und halb Roboter ist. Doch mit einer Sache hat der Konzern nicht gerechnet: Sein Produkt besteht, zumindest in Teilen, aus einem menschlichen Wesen, das sich nicht vollständig kontrollieren lässt. 

- Kritik -   

Paul Verhoeven´s Meisterwerk „RoboCop“ war zweifellos ein Meilenstein des SF-Action-Genres, der Maßstäbe setzte. Die Action war kompromisslos, es wurde nicht an sozialkritischen Untertönen gespart und er versprühte gar eine Menge Tiefsinn. Story technisch und handwerklich überzeugt „RoboCop“ auch 27 Jahre nach seinem Kino-Release in fast allen Belangen. Einzig, der aus heutiger Sicht etwas klobig wirkende Blechmann und die in die Jahre gekommenen Stop-Motion Effekte sind aus der Mode, doch das nostalgisch angehauchte Fan-Auge erkennt darin einen unverkennbaren Charme, den es heute aufgrund übersättigter CGI-Effekte nicht mehr zu geben scheint. Was rechtfertigt also ein Remake? Das Franchise und die damit verbundene Chance, nochmal gutes Geld damit zu verdienen? Die neuen technischen Möglichkeiten, den Maschinen-Menschen etwas moderner in Erscheinung treten zu lassen? Die Geschichte, die es wert es, in einem anderen Gewand einer neuen Generation von Kinozuschauern näher zu bringen? Gute Gründe sagen die Einen, unnötige Verwurstung eines Klassikers sagen die Anderen. Blickt man zurück, haben es nur wenige Remakes - trotz bahnbrechender Effekte oder aktueller Stars – geschafft, ehemalige Erfolgsfilme neues Leben einzuhauchen. Ist „RoboCop“ also nur ein weiteres seelenloses und stumpfes Produkt der Remake-Maschinerie, welche sich zuletzt auch Verhoeven´s zweitbesten Film „Total Recall“ krallte und gnadenlos verhunzte?

Natürlich muss sich ein Remake immer einen Vergleich mit dem Original gefallen lassen. Doch lässt man sich darauf ein, „RoboCop“ vom Tellerrand aus und ohne Vorurteile als eigenständigen Film zu betrachten (auch wenn es schwer fällt), kann es gut sein, eine überwiegend positive Überraschung zu erleben. José Padilha´s 100 Millionen Dollar Interpretation kann sich vor allem vom technischen Standpunkt her sehen lassen. Die Designer haben den Polizisten wirklich rund erneuert. Er ist stylish, schnell und geht mit einem Motorrad statt eines Autos auf Verbrecherjagd. Die Stadt Detroit wirkt düster, die Gebäude und Maschinen kommen recht detailreich daher. In Sachen Action wird nichts dramatisch, geniales präsentiert, aber wenn „Robo“ sich durch eine Vielzahl von Gegnern kämpft, sieht das wirklich gut aus. Diese Sequenzen sind wohl dosiert gestreut und enden glücklicherweise nicht in einem Effekt-Overkill. Der Gewaltgrad fällt im Vergleich zum 87er Werk stark ab, doch für ein PG-13 Film ist dieser immer noch recht knackig, so dass das Konzept, alte Fans nicht zu vergraulen und durch die Freigabe neues, junges Publikum dazu zu gewinnen, zumindest nicht schief gegangen ist.

Beispiel: Murphy wird nun durch eine Autobombe zerfetzt, statt von dutzenden Gewehrkugeln durchsiebt. Außerdem legen die Macher besonders Wert darauf, die emotionalen und moralischen Fragen des Themas genauer zu durchleuchten, was aber das ein oder andere Mal zu diversen Längen führt. Die Darsteller sind gut gewählt, allen voran Joel Kinnaman, der sich als Peter Weller Nachfolger durchaus behaupten kann und Gary Oldman, der solide den Part des Professors mit Herz herunter spult. Einzig Samuel L. Jackson wird – wie so oft – verschenkt und ist nur sekundär in Zwischensequenzen als Moderator einer Nachrichtensendung aktiv. Negative Aspekte - des erfreulich ambitionierten Remakes – kann man aber nicht verschweigen. Ein Schwachpunkt ist das fehlende Tempo, dass durch zu viele Dialoge immer wieder ausgebremst wird. Nicht falsch verstehen, es ist lobenswert, dass die Mensch-Maschine Problematik so sorgfältig behandelt integriert ist, dennoch wird sie stellenweise überthematisiert. Dafür fehlt es an Sozialkritik, die durchaus schärfer hätte sein können. Ein weiterer Schwachpunkt ist, dass kein echter Fiesling in die Geschichte hineingeschrieben wurde, wie ihn Kurtwood Smith als Boddecker im Original verkörperte. Michael Keaton spielt zwar gewohnt souverän, aber hassen kann man ihn nicht und seine Rolle ist dafür auch gar nicht ausgelegt. Da hapert es sozusagen an „Aggressionspotenzial“, welches von Murphy an den Zuschauer weitergegeben wird. Insgesamt muss man dem neuen „RoboCop“ attestieren, dass er wirklich versucht, den 80er Jahre Klassiker mit Respekt zu behandeln und dabei seinen eigenen Stempel aufzudrücken, ohne die Eckpfeiler des Originals aus den Augen zu verlieren, was überwiegend gelungen ist. Erwähnenswert: Die legendäre Filmmusik von Basil Poledouris ist erneut enthalten.

Mit einem Einspiel von rund 240 Millionen Dollar weltweit – wovon nur knapp 60 Millionen $ in den Staaten generiert worden - konnte „RoboCop“ nicht ganz die hochgesteckten Erwartungen erfüllen, aber er war auch nicht der vielerorts erwartete Flop. Mit guten Einnahmen im Heimkino-Segment ist ein Sequel deshalb durchaus realistisch. Mit einigen Verbesserungen, wäre ein zweiter Teil sehr willkommen. 

Tipp: Alles Wissenswerte zum originalen „RoboCop“ und vieles mehr findet ihr hier:
topfilm-buecher.de (click) 

 

- Fazit -

„RoboCop“ zählt eindeutig zu den besseren Remakes der letzten Jahre. Stylish gut, verheddert er sich in seiner eigenen Thematik, was auf Kosten des Tempos geht. Insgesamt kann der Fan durchaus zufrieden sein. Die Befürchtungen im Vorfeld ließen schlimmeres Erwarten.

Wertung: 6.5|10

Durchschnittliche Userbewertung

6.3/10 Bewertung (4 Stimmen)

 

- Bluray FACTS UND EXTRAS -

 

Bluray Verleihstart: 07.06.2014
Bluray Verkaufstart: 07.06.2014

Publisher: StudioCanal

Verpackung: Keep Case (Amaray)
Wendecover: Ja

Bild: 2,42:1 (anamorph / 16:9)
Laufzeit: ca. 115 Minuten (inkl. Abspann)
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (Dolby Digital 5.1)
2. Englisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel:
- Deutsch
- Englisch für Hörgeschädigte

Extras

  • 16seitiges Werbebooklet Arthaus / StudioCanal
  • Trailer
    *Non-Stop [2:16 Min.]
    *Die Tribute von Panem - Catching Fire [2:20 Min.]
    *Hannibal [1:18 Min.]
  • Extras (In englisch, wahlweise deutsche Untertitel)
    *Die Illusion des freien Willens [7:28 Min.]
    *Dein Freund und Helfer [5:51 Min.]
    *Der Robocop Anzug [14:18 Min.]
  • Geschnittene Szenen- Alle abspielen [3:54 Min.]
    *Pentagon [0:32 Min.]
    *Rechte Hand [0:46 Min.]
    *Helikopter [1:24 Min.]
    *Lewis und Dean [0:40 Min.]
    *Norton berichtet an Dreyfus [0:31 Min.]
  • Omnicorp Produktankündigung- Alle abspielen [3:36 Min.]
    *EXO-Skeleton [0:26 Min.]
    *EM-208 [0:25 Min.]
    *EM-209 [0:22 Min.]
    *ED-908 [0:24 Min.]
    *Cruiser 1 [0:15 Min.]
    *TSR-66 [0:18 Min.]
    *M2 Battle Rifle [0:21 Min.]
    *RC-2000 V1 [0:21 Min.]
    *RC 2000 V3 [0:16 Min.]
    *Next Generation Robocop [0:27 Min.]
  • Trailer deutsch [2:10 Min.]
  • Trailer englisch [2:09 Min.]
  • Robocop - Das offizielle Mobile Game [0:31 Min.]
  • Weitere Highlights
    *Die Tribute von Panem - Catching Fire [1:30 Min.]
    *Unknown Identity [2:18 Min.]
    *The Place Beyond the Pines [2:18 Min.]

Kritik Extras
Für eine Produktion dieser Güteklasse überraschend wenig Bonusmaterial. Weder ein Audiokommentar noch ein klassisches Making of finden sich auf dem Silberling wieder. Die vorhandenen Specials sind zwar durchweg ordentlich produziert, aber viel zu oberflächlich, um nachhaltig informieren zu können. Schade.

Wertung: 5|10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

7.0/10 Bewertung (2 Stimmen)
Kevin Zindler

Kevin Zindler

   

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