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Sep25

Rosewood Lane

Rosewood Lane

Originaltitel: Rosewood Lane
Herstellungsland: USA

Erscheinungsjahr: 2012
Genres: Horror, Thriller
Freigabe: FSK-16
Regie: Victor Salva
Darsteller: Rose McGowan, Lauren Vélez, Ray Wise, Lin Shaye, Lesley-Anne Down u.a.

Ein Jahr nach dem Unfalltod ihres alkoholkranken Vaters beschließt Dr. Sonny Blake, erfolgreiche Moderatorin einer Radio-Talkshow für Menschen mit psychischen Problemen, in ihr Geburtshaus in der Rosewood Lane in Stillwater zurückzukehren. Sofort wird sie von Nachbarn vor dem Zeitungsjungen gewarnt, der die junge Frau tatsächlich zu terrorisieren beginnt und über übernatürliche Kräfte zu verfügen scheint. Sonny vermutet, der Junge könne ihren Vater ermordet haben und schaltet die Polizei ein. Doch es ist schon zu spät.

- Kritik -

Es gibt einen guten Grund, warum Filmemacher Victor Salva trotz des großen Erfolgs seiner JEEPERS CREEPERS Filme nur sehr selten weitere Streifen ins Rennen schickt: Salva ist für Filmfirmen, Produzenten und Verleiher ein rotes Tuch, da er während der Produktion von CLOWNHOUSE (1989)  seinen zwölfjährigen Hauptdarsteller missbrauchte und diese Taten aufzeichnete. Er wurde dafür zu einer dreijährigen Gefängnisstrafe verurteilt und kann seitdem nur kleinere Produktionen ergattern. In dem Zusammenhang nicht verwunderlich, dass ROSEWOOD LANE sein erster Spielfilm seit JEEPERS CREEPERS 2 aus dem Jahre 2003 ist. Hat Salva sein unbestreitbares Regietalent aufgrund der langen Pause eingebüßt oder erweist er sich einmal mehr als einer der handwerklich besseren Genre-Regisseure?

Die Geschichte des Films lag laut Aussage Salvas bereits seit mehreren Jahren in seiner Schublade. Diese lange Zeit schlug sich jedoch nicht in der Originalität der Story oder dem grundsätzlichen Inszenierungsansatz nieder. Der Inhalt ist altbacken, der Spannungsaufbau altmodisch und in Genrekonventionen verwurzelt. Was auf den ersten Blick so negativ klingt, erweist sich jedoch im Gesamtpaket als positives Element, da sich ROSEWOOD LANE alleine schon durch den Stil Salvas - der sich sehr offensichtlich dem traditionell erzählten und aufgebauten Genrevorbildern verpflichtet fühlt – von der plumpen Konkurrenz abhebt. Salva setzt auf Suspense, clever konstruierte Schocks und manipuliert den Zuschauer ziemlich raffiniert. Die Schocks an sich sind von ihrer Machart her ziemlich simpel und funktionieren beileibe nicht immer, doch der Genreveteran beweist nachhaltig, dass er fraglos einer der handwerklich besten Regisseure im Horrorbereich ist und die Spielregeln bei aller berechtigten Kritik mehr als nur beherrscht. Ohne Längen erzählt er die Handlung altmodisch aber straff und lässt trotz einiger verpatzter Szenen und Handlungslücken keine Langeweile aufkommen. Die Auflösung ist simpel, zudem fehlt die Täter-Motivation, doch eine Überraschung und clever eingefädelt ist das Ganze dann doch wieder.

Dass ROSEWOOD LANE am Ende jedoch nicht mehr als ein unterhaltsamer und weitestgehend sehenswerter Genrevertreter ist, liegt einerseits an den bereits angesprochenen Schwachpunkten der Dramaturgie, vor allem aber jedoch an den Reißbrettfiguren, an denen das Drehbuch nie wirklich Interesse zeigt. In der austauschbaren Backstory der Hauptfigur, gespielt von RoseMcGowan – die sich zwar leidlich bemüht, ihrer Rolle jedoch auch kein Leben einhauchen kann – schlägt sich das ganze Elend nieder – mehr als 08/15-Charaktere findet man nicht. Einzig Ray Wise, bekannt aus JEEPERS CREEPERS und TWIN PEAKS, sticht aufgrund seines Charismas aus diesem Allerlei etwas heraus.

Trotzdem: ROSEWOOD LANE gehört fraglos zu den besseren Genreproduktionen des Jahres und kann bedenkenlos – wenngleich mit Einschränkungen – empfohlen werden. Vielleicht war diese Produktion auch nur eine Fingerübung für HAUNTED, den Salva bereits abgedreht und bei dem er mit Tobin Bell – Jigsaw aus SAW -  zusammengearbeitet hat. Und auch ein JEEPERS CREEPERS 3 wird früher oder später kommen. Man darf sich wohl auf beide Produktionen freuen.

 

- Fazit -

ROSEWOOD LANE ist sicherlich kein Meilenstein des Genres: Zu schwankend die dramaturgische und erzählerische Qualität, zu schwach die Figuren, zu uninspiriert das Drehbuch. Aufgrund seiner handwerklichen Klasse, des angenehm altmodischen und gekonnten Spannungsaufbaus  und der straffen Regie aber mehr als nur einen Blick wert. Durchweg spannend und unterhaltsam, wenngleich einige dramaturgische Patzer und das schwache Skript den Gesamteindruck nachhaltig schwächen.

Bewertung: 6.5 | 10

Durchschnittliche Userbewertung

4.9/10 Bewertung (10 Stimmen)

- DVD FACTS & EXTRAS -

 

DVD Verkaufsstart: 18.10.2012
DVD Verleihstart: 18.09.2012

Verleih: Studiocanal
Verpackung: Keepcase (Amaray)

Wendecover: Ja

Bild: 2,35:1 (anamorph / 16:9)
Laufzeit: 92 Minuten

Uncut: Ja 

Ton: 
1. Deutsch (Dolby Digital 5.1)
2. Englisch (Dolby Digital 5.1) 


Untertitel:
 
- Deutsch
 

Extras:

  • Making Of
  • Trailer

Kritik: Extras
Ein durchaus interessantes und umfangreiches Making of erfreut das Fanherz. Allerdings überrascht die Großspurigkeit Salvas, dessen Aussagen hin und wieder eine gehörige Portion Größenwahn offenbaren.

Bewertung: 6.5 | 10

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Tobias Hohmann

Tobias Hohmann

   

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