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Aug25

The Broken

The Broken

Originaltitel: The Brøken
Herstellungsland: England/Frankreich
Erscheinungsjahr: 2008
Genre: Thriller
Freigabe: FSK-16
Regie: Sean Ellis 
Darsteller: Lena Headey, Richard Jenkins, Melvil Poupaud u.a.

Es scheint ein Tag wie jeder andere, als sich das Leben der jungen Radiologin Gina schlagartig verändert: In einem vorbeifahrenden Auto erblickt sie sich selbst - oder eine perfekte Doppelgängerin. Schockiert folgt sie der mysteriösen Gestalt und entdeckt in der Wohnung der fremden Frau ein Foto von sich und ihrem Vater. Völlig verstört verursacht Gina daraufhin einen Verkehrsunfall, den sie nur knapp überlebt. Doch der Alptraum hat gerade erst begonnen. Bildet sich Gina die mysteriösen Ereignisse nur ein oder ist sie tatsächlich in Lebensgefahr?

- Kritik -

Eine interessante Narrationsstruktur, ein spannender Plot, überzeugende Darsteller, eine dichte Atmossphäre, ein fulminanter Plottwist, der alles in einem gänzlich neuen Licht erscheinen lässt und doch den Balanceakt verschaffen mag, die gesamte Story in sich schlüssig stimmig abzurunden, aufzulösen und den Zuschauer mit dem Gefühl zu entlassen, in den Genuss eines guten Suspense-Thriller gekommen zu sein. Diese wirklich nicht sehr niedrigen Erwartungsparameter könnte man auch nach dem Lesen der Inhaltsangabe von The Broken anlegen. Im Nachhinein wird sich doch ein leichtes Gefühl der Enttäuschung ausbreiten. Aber von Anfang an. Sean Ellis’ Spielfilmdebüt „Cashback“ überzeugte mit einer erfrischend unkonventionellen Story über einen Nachtschichtarbeiter im Supermarkt. Der als Vorlage dienende und mit gleichem Namen versehene Kurzfilm konnte gar eine Oscarnominierung einheimsen. Sein zweiter Spielfilm „The Broken“ geht thematisch wie inhaltlich in eine vollkommen andere Richtung. Ähnlich der Protagonistin ergeht es dem Zuschauer während der gesamten Spielzeit. Bis zur allerletzten Minute hat man sogar keine Ahnung, was hier passiert und welches gro0e Ziel man verfolgt. Nur Bruchstückweise, versehen mit einigen Andeutungen und storyrelevanten Sackgassen vermag es Ellis Interesse zu wecken. 

 

Alles nackte Paranoia oder doch eine Doppelgängerin? Die erste Filmhälft vermag vorzüglich das Setting, die Charaktere und die eingefangene Stimmung einzubetten. Danach fällt diese Kurve stark ab. Es passiert nichts. Vage Vermutungen wechseln sich mit gut platzierten Spannungsmomenten ab. Ein interessantes Drehbuch sollte aber mehr parat haben, als zuvor beschriebene Art und Weise und dies öfters wiederholt. Gegen Ende wird die Spannungsschraube doch noch einmal kräftig angezogen und mündet in einem Finale, was natürlich an dieser Stelle nicht gespoilert wird. Nur so viel: einigen dürfte es gefallen, sehr viele können damit nichts anfangen und werden enttäuscht The Broken wieder vergessen haben. Doch woran liegt das? In diesem Falle kann man The Broken schon fast als Wiederholungstäter denunzieren. Ähnlich wie in Richard Kelly’s Donnie Darko könnte man meinen, dass der Film so viele Andeutungen hat und uns keine als die richtig geltende Lösung präsentieren möchte. Oder aber das Storygrundgerüst ist von Anfang an nicht stringent genug ausgearbeitet, mag schon als dünn gelten und viele Logiklöcher können aus einer anderen Perspektive als Raum zur eigenen Interpretation umgemünzt werden. 

The Broken hätte ein stringenter Handlungsverlauf sehr gut getan. Allzu oft wabbert er in bedeutungsschwangeren Szenen, deren Aussagegehalt dennoch als nichtig betrachtet werden können. Liebhaber a la Lynch oder Kubrick dürften aber genau hier nach langer Zeit wieder fündig werden. Andere finden es nach einer gewissen Zeit nur noch nervig. The Broken wird erst gar nicht sein Mainstreampublikum finden und ist für dieses auch in keinster Weise angelegt. Die Kamera fängt die kühlen Bilder sehr stimmig ein und in Kombination mit der spärlich, düsteren Beleuchtung wird eine Stimmung erzeugt, die dem Film gut zu Gesicht steht und genau den Effekt erzielt, den Sean Ellis haben wollte. 

Lena Headey war für die Rolle der Protagonistin keine schlechte Wahl und spielt überzeugend die verzweifelte Radiologin, die langsam aber sicher an ihrem eigenen Wahnsinn zerbricht. Oder etwa doch nicht? Der restliche Cast liest sich auf dem Papier sehr solide, aber ein Richard Jenkins wäre in anderen Filmen, die sich seiner schauspielerischen Klasse und seiner Leinwandpräsenz bedienen, besser aufgehoben. Das schauspielerische Schwergewicht trägt eindeutig Headey, die dieser Anforderung gewachsen ist. Die Story wurde im Vorfeld schon etwas angerissen, aber es ist definitiv besser, sehr wenig bis überhaupt nichts vorher zu wissen. Einige Storyelemente könnten bekannt vorkommen, was aber nicht im Negativen auffällt. 
 

- Fazit -

The Broken ist ein Film, der das Filmlager in mindestens und maximal 2 Lager zerteilen wird. Die Einen können damit nichts anfangen und werden ihn spätestens nach dem nächsten Film wieder vergessen haben. Die Anderen werden mit The Broken viel Spielraum für eigene Interpretationen finden. Ein paar Logiklöcher und das fehlen einer richtig spannenden Story verhindern eine höhere Wertung. 

Bewertung: 6 | 10

Durchschnittliche Userbewertung

6.2/10 Bewertung (5 Stimmen)

- DVD FACTS UND EXTRAS -

 

DVD-Verleihstart:  22.05.2009
DVD-Verkaufstart: 26.06.2009
- Single Disc 
 
Label: Koch Media
Verpackung: Keep Case
 
Ton:
1. Deutsch DTS 5.1
2. Deutsch Dolby Digital 5.1
3. Englisch Dolby Digital 5.1
 
Untertitel:
- Deutsch
 
Bild: 2.35:1 (16:9)
Laufzeit: ca. 88 Min.
Uncut: Ja
 
Extras:
-/-

Review Extras:
Da uns vorab nur eine Presse DVD vorlag, können wir keine Angaben über das Bonusmaterial machen.

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Jan Pokorski

Jan Pokorski

   

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