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Okt23

The Hit List

The Hit List

Originaltitel: The Hit List
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 
2011
Genre: Action, Thriller, Drama
Freigabe: 
FSK-18
Regie: William Kaufman
Darsteller: Cuba Gooding Jr., Cole Hauser, Jonathan LaPaglia u.a.

Haben Sie sich schon einmal gewünscht, es Ihrem Chef heimzuzahlen, der Sie übergangen hat? Ihrer Ehefrau, die Sie betrogen hat? Oder einem Freund, der Sie im Stich gelassen hat? Allan Campbell (Cole Hauser) begegnet eines Abends dem mysteriösen Fremden Jonas Arbor (Cuba Gooding Jr.), der behauptet, ein Auftragskiller zu sein. Jonas bietet ihm an, kostenlos fünf Opfer auszuschalten. Allan, der das für einen schlechten Scherz hält, notiert daraufhin seine ganz private Abschussliste. Am nächsten Tag werden einige der aufgelisteten Personen tot aufgefunden und alle Indizien belasten Allan. Von der Polizei gejagt und von Schuldgefühlen geplagt, beginnt für Allan ein Wettlauf gegen die Zeit, in dem er versucht, die Mordserie zu stoppen, die er in Gang gesetzt hat. Rache hat in dieser Welt jedoch immer einen hohen Preis.

- Kritik -

“The Hit List” fängt überaus verhalten an. Zunächst wird Jonas Arbor (Cuba Gooding Jr.) als Charakter eingeführt. Ein Hitman, der scheinbar an einem körperlichen Gebrechen leidet, welches zunächst nicht näher beleuchtet wird und der weiterhin seiner Profession nachgeht bzw. nachgehen sollte. Dass er kurz darauf von der Bildfläche verschwindet, will der Regierung gar nicht gefallen. Ein kurzes Intro also, das eine der Hauptfiguren im Film vorstellt, jedoch ansonsten eher gemächlich und langweilig ist. Umso deplatzierter wirken die Credits, die hiernach über den Zuschauer hereinplatzen und in bester Bond-Tradition daherkommen, ihren Zweck jedoch nicht erfüllen wollen.  



Erst nach den Credits widmet sich der Film dem Hauptdarsteller Allan Campbell. Ein Verlierer, wie er im Buch steht. An allen Ecken und Enden wird er gegängelt und rumgeschubst (bildlich gesprochen). Auf der Arbeit macht sich ein Kollege über ihn lächerlich, seine erwartete Beförderung schanzt sein Chef ebenjenem Kollegen zu und zu allem Überfluss schläft seine Frau auch noch mit seinem besten Freund. All dies lässt er mit fast schon stoischer Ruhe über sich ergehen, ohne aufzubegehren. Ein schwieriger Charakter, der ein wenig zu verloren wirkt und dessen Fehlschläge durch die gewählte Musik doch etwas übertrieben dramatisch daherkommen. Immerhin baut sich jedoch eine gewisse Wut im Zuschauer auf, die sich insbesondere gegen seine Frau richtet. Als er sich völlig frustriert einer Bar und dem Alkohol zuwendet gerät er an Jonas Arbor, in dem er einen guten Zuhörer findet. Dass er Arbor nicht glaubt, als dieser offenbart, dass er ein Hitman ist, ist nicht weiter verwunderlich und so sieht er in Arbors Angebot, eine Liste mit 5 Leuten zu verfassen, die er für ihn beseitigen wird, eher eine Art Therapie, als eine ernsthafte Gefahr. Erst am nächsten Tag wird ihm klar, dass er nicht nur seinen Chef und Kollegen zum Tode verurteilt hat, sondern auch seinen besten Freund und seine Frau. Voller Panik versucht er das drohende Unheil abzuwenden. 



„The Hit List“ bietet einen erfrischenden Ansatz und weiß über die Laufzeit durchaus zu unterhalten. Der Auftakt zieht sich ein wenig in die Länge, schleicht gemächlich vor sich hin, um dann urplötzlich in die Action überzugehen. Dass rasante Tempo wird natürlich nicht durchgängig aufrechterhalten, sondern bricht dann recht radikal wieder ein, um danach wieder an Geschwindigkeit aufzunehmen. Der sprunghafte Tempowechsel fällt recht stark auf und stört den Filmgenuss ein wenig. Insbesondere weil der Schnitt bei der Action nicht gerade die beste Arbeit leistet. Das recht niedrige Budget wird zwar grundsätzlich ganz gut kaschiert, aber gerade die Autoverfolgungsjagd wirkt recht verhalten und der Schnitt schmeichelt der Szene auch nicht gerade. Da man sich im Film jedoch nicht allzu häufig hinter das Lenkrad klemmt, fällt es nicht so stark ins Gewicht, gerade weil man bei den Schusswechseln ein sichereres Händchen beweist. Die Action ist, wie zu erwarten, ziemlich übertrieben und lässt einen ob der Dummheit der Polizisten ein wenig verzweifeln, macht insgesamt aber eine recht gute Figur. 



Auch bei den Dialogen hat man saubere Arbeit geleistet. Insbesondere das erste Aufeinandertreffen in der Bar kommt sehr locker daher und man versäumt es nicht, Arbor einen Trademark-Spruch zu verpassen. Im weiteren Verlauf versucht man zwar ein wenig zu philosophisch und bedeutungsschwanger zu werden, da hier keine ausufernden Dialoge mehr präsentiert werden, ist dies aber nicht weiter dramatisch. Leider schlägt die Handlung nicht in die gleiche Kerbe. Wie gesagt, der Ansatz ist erfrischend, jedoch fehlt es an Beweggründen und Charaktertiefe. Arbor kommt weniger mysteriös, als psychopathisch daher und gerade die Rahmenhandlung, welche die Regierung beinhaltet, wird überhaupt nicht ausgeschöpft. Immer wieder werden die Regierungsmitarbeiter in die Handlung gestreut, häppchenweise ein paar Informationen über den professionellen Killer preisgegeben, jedoch absolut inkonsequent. In letzter Instanz ist dieser übergelagerte Handlungsbogen schlichtweg überflüssig. Auch Arbors Vorgehensweise ist doch arg fragwürdig, wenn man bedenkt, dass er ein professioneller Killer ist. Sicherlich kann man einräumen, dass er einen Hintergedanken hegt, trotzdem hätte es nicht geschadet, wenn man wirklich das Gefühl bekommt, einen Profi zu beobachten. 



Unsere zwei Hauptdarsteller leisten ganz saubere Arbeit, lassen aber auch einigen Raum für Kritik. Cole Hauser wirkt leicht distanziert und seine Figur etwas zu banal, während der Oscar-Preisträger Cuba Gooding Jr. in seiner Rolle als kaltblütiger Killer zu sehr chargiert und zu stark auf seine Coolness setzt, hierdurch jedoch an Überzeugungskraft einbüßt. Der Rest der Darsteller wird ohnehin in den Hintergrund gerückt, kann entsprechend kaum aufspielen und im Gegenzug auch nicht negativ auffallen.


  
- Fazit -

„The Hit List“ ist ein unterhaltsamer Actioner, mit einem erfrischenden Ansatz, der jedoch in eine inkonsequente Rahmenhandlung gequetscht wurde, die nicht rund wirkt. Lockere Sprüche, rasante Action und zwei solide miteinander agierende Hauptdarsteller machen aus dem B-Movie einen recht kurzweiligen Actionfilm, dem es jedoch am Feinschliff mangelt.   

Bewertung: 6 | 10

Durchschnittliche Userbewertung

4.4/10 Bewertung (5 Stimmen)

- DVD Facts und Extras -

 

DVD Verleihstart: 01.06.2011
DVD Verkaufstart: 22.06.2011 

Publisher: Sony Pictures
Verpackung: 
Amaray (Keepcase)
Wendecover: Nein

Ton:
1. Deutsch Dolby Digital 5.1
2. Englisch Dolby Digital 5.1

Untertitel: 
- Deutsch
- Englisch
- Türkisch

Bild: 16:9 (1,77:1) 
Laufzeit: ca. 87 Minuten
Uncut: Ja

Extras:
keine

Kritik Extras
Leider finden sich keinerlei Extras auf der Disc.    


Wertung: 0 | 10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

0.0/10 Bewertung (0 Stimmen)
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Sascha Weber

   

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