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Filmtipp  

   

Kommende Reviews  

   
Jul05

DVD Kritik: Voice from the Stone

DVD Kritik: Voice from the Stone

Originaltitel: Voice from the Stone
Herstellungsland: USA

Erscheinungsjahr: 2016
Genre: Thriller, Drama, Mystery
Freigabe: FSK-12
Regie: Eric D. Howell

Darsteller:
 Emilia Clarke, Marton Csokas, Caterina Murino u.a.

Preis zum Test: EUR 12,99


 

Inhalt: Toskana in den 1950er Jahren. Die junge Krankenschwester Verena soll sich um den schwierigen Fall eines Jungen kümmern: Der kleine Jacob hat vor fast einem Jahr seine Mutter verloren und seither kein Wort mehr gesprochen. Weil seinen Vater Klaus, der auf einem prächtigen Anwesen lebt, das Schweigen des Sohnes zunehmend beunruhigt, holt er sich Verena zu Hilfe. Die junge Frau versucht, in die Hintergründe von Jakobs Trauma einzutauchen und entwickelt dabei eine zunehmende Zuneigung zu Vater und Sohn. Sie findet heraus, dass der Junge allem Anschein nach unter dem Bann einer bösartigen Kraft steht, die in den Wänden des steinernen Hauses steckt und auch sie bald gefangen hält: Das Phantom Malvina! Doch wie kann sie eine Macht bekämpfen, die sich nur als Stimme aus dem Stein manifestiert?

 


 

 



- Kritik -
      

Emilia Clarke ist seit ihrer Rolle als Daenerys Targaryen in "Game of Thrones" nicht nur im Serienbereich äußerst angesagt. Zuletzt glänzte sie in "Terminator: Genisys" und "Ein ganzes halbes Jahr". In diesem Haunted-House-Grusler aus US-Italienischer Produktion gibt sie nun das unschuldige Kindermädchen, das in eine mysteriöse Situation hineingezogen wird und nach und nach den Verstand zu verlieren droht. "Voice from the Stone - Ruf aus dem Jenseits" nimmt dabei Anleihen bei thematisch ähnlichen Filmen aus spanischer Hand und konzentriert sich auf die Atmosphäre, die alleine durch das große und gruselige Gemäuer und die bewusst langsamen Dialoge erweckt wird. Man fühlt sich effektiv in der Zeit zurückversetzt, denn Ausstattung, Kostüme und die Einrichtung des Anwesens spiegeln authentisch die Mitte des letzten Jahrhunderts wieder. Das ist auch ein wenig der Grund, warum man sich an das langsame Tempo gewöhnen muss.

Denn "Voice from the Stone - Ruf aus dem Jenseits" ist nicht nur optisch altmodisch, sondern treibt seine Geschichte mit langen Einstellungen, bedeutungsschwangeren Gesichtsausdrücken und gedehnten Dialogen vorwärts. Zur Gruselkomponente der Stimmen aus der Wand gesellt sich nach einer guten Stunde noch eine erotische, die vor allem über die Handwerkskunst an den bildhauerischen Arbeiten Klaus transportiert wird. Verena, die ihm dafür Model steht, wird dadurch offensichtlich ebenso angeregt, wie der Künstler selbst. Letzterer wird von Marton Csokas mit bitterem Blick und finsterer Miene gespielt, womit er seine Rolle ähnlich anlegt wie jene als Bösewicht aus "The Equalizer", zumindest von der Körpersprache her. Emilia Clarke beginnt ihre Verena entschlossen und selbstbewusst, aber im Sinne des Films sehr zurückhaltend. Im letzten Drittel darf sie dann mehr und mehr aus sich herausgehen, bis sie vollkommen aufgelöst scheinbar den Verstand verliert. Das macht sie routiniert und durchaus nachvollziehbar, wenn gleich das Drehbuch weitgehend frei von Überraschungen bleibt. So arbeitet "Voice from the Stone - Ruf aus dem Jenseits" nicht auf einen bestimmten Knalleffekt hin, sondern sieht den eher den Weg als Ziel.

"Voice from the Stone - Ruf aus dem Jenseits" vermeidet konsequent jede Geschwätzigkeit und kommt erfreulich komprimiert auf das Wesentliche daher. Mit seinen 87-Minuten ist der Film passend in der Länge und baut seine Spannung konsequent auf. Das Drehbuch wurde von Andrew Shaw geschrieben und basiert auf dem Roman des Italieners Silvio Raffo aus dem Jahr 1996. Es wird von der ersten Sekunde an klar, dass sich "Voice from the Stone - Ruf aus dem Jenseits" dem modernen Schocker-Kino verweigert und eine klassische Richtung einschlägt. Mehr Hitchcock als Corman zugewandt bemüht sich der Film intensiv um seine Charaktere, baut Beziehungen auf, ohne dabei die Atmosphäre des Unheimlichen zu vergessen. Immer wieder werden Zwischenschnitte gemacht, um nebelverhangene Wälder und Burgsilhouetten im Abendlicht zu zeigen. Damit erschafft der Regisseur Pausen in der Handlung, während derer der Zuschauer reflektieren kann.

 

- Fazit -  

"Voice from the Stone - Ruf aus dem Jenseits" ist für all jene eine gute Genre-Ergänzung, die auf die spanischen Haunted-House-Filme stehen, die während der letzten Jahre das Licht der Welt erblickten. Mit der Konzentration auf oldschool Atmosphäre und seiner bedächtigen Erzählweise funktioniert er als klassischer Gruselfilm mit der Betonung auf atmosphärische Ausleuchtung und lange Kameraeinstellungen.

Wertung: 6|10

Durchschnittliche Userbewertung

6.0/10 rating 1 vote

 

- DVD FACTS UND EXTRAS -

 

DVD Verkaufstart: 30. Juni 2017
DVD Verleihstart: 30. Juni 2017

Publisher: Universum Film

Verpackung: Keep Case (Amaray)
Wendecover: Ja

Bild: 2,40:1 (anamorph / 16:9)
Laufzeit: ca. 87 min.
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (Dolby Digital 5.1)
2. Englisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel:
- Deutsch

Extras: 

  • Interviews
  • Orginaltrailer
  • Trailershow

Kritik Extras
Im Bonusmaterial findet sich ein nicht untertitelbares, 16-minütiges Behind the Scene, das sehr schnipselhaft und fragmentarisch daherkommt. Dazu gibt’s ein Originaltrailer und Programmtipps.

Wertung: 410

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Chris Doglei

Chris Doglei

   

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