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Filmtipp  

   

Kommende Reviews  

   
Mai12

Jane Got A Gun

Jane Got A Gun

Originaltitel: Jane Got A Gun
Herstellungsland: USA

Erscheinungsjahr: 2016
Genres: Drama, Western, Action
Freigabe: FSK-12
Regie: Gavin O'Connor
Darsteller: Natalie Portman, Joel Edgerton, Ewan McGregor, Noah Emmerich uvm.

Preis: EUR 14,99


 

Inhalt: Als Fellhändler Bill Hammond (Noah Emmerich) nach Hause zurückkehrt, hat er nicht nur vier Kugeln im Rücken, sondern die Verursacher dessen, die Bishop-Bande unter Anführer John Bishop (Ewan McGregor), im Nacken. Schwer verletzt muss er die Verantwortung das Haus und die gemeinsame Tochter zu beschützen auf seiner Frau Jane (Natalie Portman) abladen. Diese bringt das Kind zu Freunden und holt ihren Ex-Mann Dan Frost (Joel Edgerton) zur Hilfe.


 

 



- Kritik -
    

Ein Film, der in der Vergangenheit leider mehr mit seinen Geschichten von hinter den Kulissen von sich reden ließ. Ein kurzfristiger Regiewechsel und abgesehen von Natalie Portman ein ständiges Kommen und Gehen auf der Besetzungsliste. Natürlich neigt man deshalb dazu ein was-wäre-wenn-Szenario anzustossen, wenn man sich den Film mit der eigentlich geplanten Regie, der Schottin Lynne Ramsay, vorstellt und Namen wie Bradley Cooper, Jude Law oder Michael Fassbender vor Augen hat. An Begeisterung und Leidenschaft hat es aber der finalen Besetzung auch nicht gefehlt. Joel Edgerton hat das Drehbuch mit überarbeitet und Natalie Portman hat den Film mitproduziert. Weltweit wollte nach aber diesem Auf und Ab in der Vorproduktion kaum mehr jemand den fertigen Film sehen. Zu Unrecht. Gavin O' Connors Western ist am Ende kein Meisterwerk geworden, aber allemal ein Blick wert.  Universum Film veröffentlicht den Film nun auf Blu-ray und DVD.

Man sollte die ganzen Geschichten rund um die Vorproduktion zur Seite stellen. Nun liegt ein Film von Gavin O'Connor vor, der den Zuschauer einen weiblichen Hauptcharakter mitten im von eigentlich Männer-geprägten Genre des Western bietet. Die Frage nach Gut und Böse steht von Anfang zur Debatte, wenn Jane (Natalie Portman) ihrer Tochter zum Einschlafen die Geschichte von einem magischen Baum erzählt, der diejenigen bösen Tiere gut werden lässt, wenn sie eintreten. So einfache Schwarz-Weiss Malerei wäre natürlich keinem Film wikrlich zweckdienlich. JANE GOT A GUN bietet einzig allein mit Ewan McGregors John Bishop eine wirklich negativ konnotierte Figur. Seine Beweggründe haben nie etwas ehrenhaftes oder verfolgen was anderes als seine eigenen Ziele. Ander sverhält es sich mit Janes Figur und ihrem Dilemma. Ausgehend davon, dass ihr Verlobter im Krieg gestorben ist beginnt sie ein neues Leben mit einem neuen Mann und hat ein Kind mit ihm, unwissend, dass ihr Verlobter noch lebt und nach ihr sucht. Zu Beginn des Films ist Jane diesem Schicksal bereits ausgeliefert und desse bewusst Trotz allem ist es ihre einzige Chance genau den Mann um Hilfe zu bitten, den sie für Tod hielt. Der Film zeigt nun parallel zu den Vorbereitungen Janes und Dan Frosts auf die Ankunft der Bande. Parallel dazu werden Rückblenden montiert, die zeigen wie die einzelnen Charakter in die Situation kamen und wer eigentlich welche Ziele verfolgt. Viel Konfliktpotential wird dabei aufgebat und besonders beim Aufbau und Erzählen der Liebesgeschichte um Dan und Jane benütz O'Connor lieber etwas den Hammer als Fingerspitzengefühl. Hier fehlt dem ansonsten kurzweiligen knapp über 90 Minuten laufenden Film, etwas die Laufzeit um den Charakteren etwas Luft zu geben. Noch mehr fällt dies bei der Etablierung von Janes Beziehung zu ihrem zweiten Mann Bill Hammond (Noah Emmerich) auf, die so gut wie gar nicht aufgebaut wird bzw. werden kann. Im Vordergrund stehen aber trotz allem vorerst die Figuren und die Spannung auf das Eintreffen der Bande. Der Showdown ist dann auch mehr und da aus der Sicht der Angegriffenen bodenständiger inszeniert, als wirklich in Action auszubrechen.

Bei der Besetzung stand Natalie Portman schon lange als Hauptdarstellerin fest. Ihr schien und scheint sehr viel an dieser Rolle zu liegen. Generell zeigen ihre letzten und kommenden Projekte, dass sich da jemand endlich aus seiner mehr oder wenig gestarteten Karriere durch die STAR WARS-Prequels losen zu wollen. Sie nur an diesen Filmen festzumachen ist aber auch nicht gerecht, hat sie doch schon kurz nach den Abenteuern in einer weit entfernte Galaxie mit V FOR VENDETTA (USA/UK/D 2005, R: James McTeigue) das sie auch mal etwas mehr in einer Rolle in einem Actionfilm leisten kann. Immer mehr zog sie anspruchsvollere Rollen den leichten, aber gut bezahlten in Blockbustern vor. Zuletzt wurde bekannt, dass sie für den dritten Teil der THOR-Filme nicht mehr zur Verfügung stehen wird. Desweiteren konnte sie auch kürzlich endlich selbst Regie führen in dem Film A TALE OF LOVE AND DARKNESS (ISR 2005, R: Natalie Portman), der komplett auf hebräisch gedreht wurde und in dem sie auch selbst die Hauptrolle übernahm. Nach seiner Premiere in Cannes letztes Jahr und einem angekündigten limitierten Start in den USA im Sommer, wartet der Film aber noch auf deinen deutschen Verleih. Die Rolle der Jane in nun vorliegendem Fall scheint da auf den ersten Blick sehr konventionell gestrickt für einen Western mit einer weiblichen Hauptfigur. Das Drehbuch und Portman changieren aber zu großen Teilen gekonnt zwischen der selbstbestimmenden, aber gleichzeitig auch mit der Gewalt und Härte der Männerwelt unerprobten Frau. Die Entwicklung ihrer Figur ist sehr glaubhaft und verliert wenn dann Abzug in der B-Note durch andere Faktoren als die Darstellerin selbst. Bei den Männern überzeugt Joel Edgerton vollends auch wenn er mit seiner Figur immer wieder bemüht ist gerade in den Rückblenden etwas die Klischees zu umschiffen. Das ist dann aber weniger dann seinem am Drehbuch mitschreibendem Alten Ego anzukreiden als ihm als Darsteller. Bei Ewan McGregor verhält es sich ähnlich. Man mag hier nicht von einer Fehlbesetzung sprechen, doch bleibt seine Figur zu größeren Teil sehr unfokusiert. McGregor überzeugt als Bishop, der hinter seinem Schreibtisch sitzt und droht, wo man nicht erkennen kann was in seinem Kopf abgeht. Unscheinbarer und langweiliger ist er da mehr als Anfüher auf dem Sattel, der sich mehr hinter Floskeln und seiner Waffe versteckt.

Visuell ist der Film bemüht sich nicht in Postkartenmotiven zu verlieren. Er bietet wohl ein paar sehr auf das Visuelle konzentrierte, aber troz allem beeindruckende Einstellungen, wenn Bishop und seine Bande durch die Weiten des Landes jagen, doch bedingt durch die kammerspielartige Ausrichtung des Films ist die Kamera zu großen Teilen sehr nah bei ihren Protagonisten. Gavin O' Connor hält so manche Orte relativ klein und intim anstatt durch eine Totale zu protzen. Auf der Tonspur ist diese Sensibilitt leider nicht mehr vollkommen vorhanden. Der Score von Marcello De Francisci und Lisa Gerrarrd - bekannt durch ihre Zusammenarbeit mit dem deutschen Komponisten Hans Zimmer beispielsweise bei GLADIATOR (UK/USA 2000, R: Ridley Scott) - trägt vor allem im letzten Drittel etwas dick auf. Da hilft es zudem noch wenig, wenn er dann auch deutliche synthetische Mittel nimmt um das Ganze etwas aufzumotzen. Schade, da die Musik in vielen anderen Momenten sehr feinfühlig und unterschwellig zur Atmosphäre beitragen kann.

  

- Fazit -  

Besser als sein Ruf, wenn sich dieser darauf beschränkt, dass die Vorproduktion sehr viele (negative) Schlagzeilen machen konnte. Ein überzeugendes Ensemble in einem fast klassichen Western-Szenario, welches Regisseur Gavin O'Connor fast schon zu einer Art Kammerspiel werden lässt und der Studie verschiedener Charaktere. Vielleicht stellenweise zu simpel erzählt und mit mehr Kitsch als nötig, doch dabei mehr als kurzweilig.

Wertung: 6|10

Durchschnittliche Userbewertung

6.0/10 rating 1 vote

 

- BD FACTS UND EXTRAS -

 

BD Verkaufstart: 13. Mai 2016
BD Verleihstart: 13. Mai 2016

Publisher: SquareOne

Verpackung: Keep-Case
Wendecover: -

Bild: 2,40:1 (anamorph / 16:9)
Laufzeit: ca. 98 min.
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch DTS-HD MA 5.1
2. Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel:
- Deutsch

Extras:

  • Trailershow

Kritik Extras
Nur eine Trailershow. Das ist zu wenig bzw. gar nichts!

Wertung: 1|10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

1.0/10 rating 1 vote
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