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Okt28

PS4 Kritik: Battlefield 1

PS4 Kritik: Battlefield 1

Originaltitel: Battlefield 1
Entwickler: DICE
Plattformen: PC, Xbox One, PS4
Genre: First-Person, Ego-Shooter, Krieg, Action

Freigabe: FSK-16
Mehrspieler
Ja (2-64 Mehrspieler-Modus)
Spielzeit: ca. ca. 7 Stunden (Kampagne; 5 Kapitel)


 

Story: Der Erste Weltkrieg wurde von 1914 bis 1918 in Europa, dem Nahen Osten, in Afrika, Ostasien und auf den Weltmeeren geführt.  In "Battlefield 1" werden 5 sogenannter Kriegsgeschichten erzählt, in denen deutsche, Französische, Britische und Osmanische Soldaten im Mittelpunkt stehen und ihre eigene Geschichte erzählen, wie sie den Ersten Weltkrieg erlebt haben. Die Schauplätze in "Battlefield 1" werden unter anderem die Westfront, die italienischen Alpen sowie die arabische Wüste sein. Zeitgenössische Fahr-/ und Flugzeuge wie beispielsweise ein riesiges Luftschiff, der Mark-V-Panzer bis hin zu Doppeldecker Flugzeugen sowie Kavallerie werden eben Falls thematisiert und in den Geschichten vorkommen. Aber auch die neuartigen und gefürchteten Giftgasangriffe oder Flammenwerfer werden unsere Protagonisten am eigenen Leib erspüren und ihrer Geschichten auf grausame Weise vervollständigen. Neben der Kampagne bietet "Battlefield 1" noch ein vollständigen Mehrspieler-Modus mit bis zu 64-Spielern, wo man selber den Krieg mit oder ohne seine Freunde erleben darf von den Alpen bis zu den Wüsten Arabiens tobt an Land, zu Wasser und in der Luft ein gewaltiger Krieg, der die Geburtsstunde der modernen Kriegführung markierte.

 


 

 


 

Kritik: Electronic Arts neuster Ableger "Battlefield 1" beweist mal wieder, dass weiterhin kreative Fortsetzungen das Unternehmen verlassen können. Dabei stellt sich zurecht die Frage, wie es Electronic Arts in Kooperation mit der Entwicklerschmiede DICE überhaupt wieder geschafft hat, denn Erfolg der Spielreihe weiter aufrecht zu halten und das mittlerweile mit fünf Fortsetzungen. Im Grundgenommen ist die Antwort plausible: Dem Endverbraucher wird ein neues Szenario geboten, der mit seiner neuen Frostbite 3 Engine zu überzeugen weiß und von komplett zerstörbaren Objekten keinen halt macht. Die Spielreihe "Battlefield" steht für Qualität und macht dadurch eine weitere Fortsetzung nicht nur möglich, sondern auch erwünschenswert. Letztendlich kann man an dieser Stelle schon verraten, dass DICE mit "Battlefield 1" in jeder Hinsicht eine souveräne Fortsetzung gelungen ist, ob der mittlerweile fünfte Teil jedoch die Erwartungen erfüllt, steht auf einem anderen Blatt und wird im laufe der Besprechung noch ausführlich Thematisiert.

Die Westfront, die italienischen Alpen oder die arabische Wüste - In Sachen Krieg-Schauplätze kann sich "Battlefield 1" durchaus sehen lassen und Spielt sich wie ein realistisches Kriegsspiel, als wäre man 1918 dabei gewesen.  In "Battlefield 1" werden 5 sogenannte Kriegsgeschichten erzählt, in denen Französische, Britische und Osmanische Soldaten im Mittelpunkt stehen und ihre eigene Geschichte erzählen, wie sie den Ersten Weltkrieg erlebt haben.  Dabei werden Zeitgemässe Fahr-/ und Flugzeuge wie beispielsweise ein riesiger Zeppelin, der Mark-V-Panzer bis hin zu Doppeldecker Flugzeugen sowie Kavallerie thematisiert und in den Geschichten eingebunden und auch Spielbar sein. Aber auch die neuartigen und gefürchteten Giftgasangriffe oder Flammenwerfer werden dem Spieler näher gebracht. Neben der Kampagne die allesamt kurzweilig ausfällt, bietet "Battlefield 1" noch ein vollständigen Mehrspieler-Modus mit bis zu 64-Spielern, wo man selber den Krieg mit oder ohne seine Freunde erleben kann. Im Prinzip bekommen wir eine kurzweilige Kampagne und einen ausführlichen Mehrspieler-Modus geboten, wo wir zu letzteres aber später noch kommen. Widmen wir uns erst einmal der Kampagne zu und ihren leider sehr ersichtlichen Schwächen.

DICE hat leider nicht den Mut aufgebracht, um wirklich alle Facetten und Schrecken des Ersten Weltkriegs zu übermitteln. Dazu fehlt es einfach an der Perspektive der Deutschen, für die es keine eigene Mission in der Kampagne gibt. Was bleibt, ist ein explosives Spektakel, das euch insgesamt vielleicht sieben Stunden Unterhalten bzw. beschäftigen kann, aber nicht wirklich bei Laune hält, dafür sorgen schon die nicht gerade intelligente und stumpfe KI-Gegner. Oftmals betonte DICE, dass man hier ganz normale Soldaten zeigen möchte, keine Superhelden, aber dann verfällt man doch wieder in genau dieses Schema. Ihr stürzt mit eurem Doppeldecker auf einem Zeppelin ab, kämpft euch dann ein kleines Stück durch diesen hindurch, nur um dann ein Geschütz zu bemannen, mit dem ein anderen Zeppelin effektvoll zerstört wird. Oder ihr marschiert als schwer gepanzerter und fast unbesiegbarer Wachsoldat mit Maschinengewehr an die Schützengräben der Feinde und mäht reihenweise Gegner nieder, die euch nur allzu bereitwillig vor das Fadenkreuz laufen. Das ist jetzt nicht eintönig oder langweilig, sondern verspricht durchweg kurzweilige Unterhaltung, ist aber andererseits nicht das, was man aus diesem Szenario hätte rausholen können. Doch vielleicht war es eher der Fehler so etwas zu erwarten, von einem "Battlefield 1"  der für den Mainstream-Markt erschienen ist. Bis dahin ist man - je nach Spielweise - zwischen sechs und sieben Stunden in der Kampagne unterwegs und erfreut sich neben dem abwechslungsreichen Szenario auch an einer grafischen Pracht, die vor allem durch die kleinen Details wie z.B. das Aufwühlen der Erde durch die Schweren Ketten eines Mark-V-Panzers, die Einschlagkrater durch Granaten, die Regentropfen an der eigenen Waffe oder die Tatsache, dass sich ein Panzer schlicht und ergreifen auch so anhört, wie ein Panzer sowie das man die physikalischen Gesetzen treu blieben ist. All das trägt dazu bei, dass "Battlefield 1" letztendlich richtig gut zur Geltung kommt.

Durch die gelungenen Texturendetails und den sehenswerten Licht- und Partikeleffekten überzeugt "Battlefield 1" mit guter Frostbite-Technologie, bei der im Vergleich zum Vorgänger auch endlich wieder deutlich mehr zu Bruch geht. Neben der überzeugenden Technik fällt der kritische Unterton besonders auf. Man findet sich in aussichtslosen Situationen wieder und inszeniert selbst emotionale Momente wo man einfach nicht mehr aus den Schützengraben wieder raus kommen möchte. Auch die damalige "Kriegs-Geilheit" der jungen Soldaten auf dem Schlachtfeldern werden mit einem gemeinsamen Aufschrei und das vorweg stürmen sehr gut wiedergegeben. Allerdings hätte man es noch interessant gestallten können, wenn mindestens eine Geschichte auch aus der Sichtweise eines Deutschen Solden erzählt wäre. "Battlefield 1" bleibt trotz der Bezüge zu realen Ereignissen in erster Linie Entertainment und versteht sich zum Glück nicht als spielbare Dokumentation. Der Erste Weltkrieg dient als Szenario für ein Spiel, das Spaß machen soll und dank intensiver Gefechte, einem großen Waffenarsenal und zahlreichen Taktik Möglichkeiten viel Spaß bereitet. Wenn man bei den vorherigen Battlefield-Kampagnen einen guten Unterhaltungswert für sich entdecken konnte, dann wird einem die Kampagne in "Battlefield 1" auch gut Unterhalten können. Mehr solltet man aber nicht erwarten. Trotz gelungener Ansätze fungiert die Kampagne auch in "Battlefield 1" nur als nettes Beiwerk, denn der wahre Krieg tobt nach wie vor im Mehrspieler-Modus.

Auf allen Plattformen kämpfen bis zu 64 Spieler um Stützpunkte, die Verschiebung der Frontlinie oder in kleineren Infanterie-Gefechten. Vor allem im neuen Mehrspieler-Modus "Operationen" wird einem die Kriegsführung in einer neuen Dimension geboten. Dort finden sich die Spieler in einer Reihe verknüpfter Schlachten wieder, die auf tatsächlichen Gefechten des Ersten Weltkriegs basieren und sich über mehrere Karten erstrecken. Während der finalen italienischen Offensive erobert man z.B. nach und nach die an einem Alpenhang liegenden Festungen von der Österreichisch-Ungarischen Monarchie zurück. Vor dem Einsatz gibt es ein kurzes Intro und danach stürmt man die Front oder man verteidigt sie. Aber auch die Spiellänge bei dem "Operationen"-Modus sorgen für eine ganz andere Dynamik. Hier wird man nicht wie durch verschiedene Karten und Gefechtsarten gewürfelt, sondern startet Seite an Seite mit den Teammitgliedern bis zu 3 Angriffen, die bis zu einer Stunde echt Zeit in Anspruch nehmen können.  Das kann zum teil bei bis zu 64-Spielern richtig anstrengend sein, bei einem haarscharfen Sieg aber auch sehr emotional sein kann. Immer wieder geht es darum, zwei bis drei Punkte einzunehmen, um die Frontlinie zu verschieben - so dass sich die verteidigende Mannschaft während des Artilleriefeuers in eine andere Festung zurückfallen lässt. Gerät eine Seite zu sehr in Rückstand, bekommt sie noch eine Art "zweite Chance" in Form einer weiteren "Unterstützungen" geboten. Je nach Karte steht ein gewaltiger Zeppelin, ein Panzerzug oder ein Schlachtschiff zur Verfügung. Diese können ordentlich Schaden verursachen und über Sieg oder Niederlage zu entschieden. Gleichermaßen sind sie nicht zu übermächtig. Wenn ein Team den Fokus auf diese "Unterstützungen" konzentriert und weiß, was zu tun ist, dann kann es einen solch starken Gegner relativ schnell besiegen. Eindrucksvoll inszeniert sind diese "Unterstützungen" allemal, erst recht der Absturz eines brennenden Zeppelin, der bereits in der Luft von dem Inferno in Flammen aufgeht und auf dem Kriegsschauplatz nieder geht und alles darunter zerstört. Ein sehenswertes Schauspiel, der für manche sogar den Tod bedeutet.

Als neues Beförderungsmittel sind die Pferde in "Battlefield 1" hinzugekommen, die sich gut in die Geschichte einfügen und einem schnell von A nach B bringen. Außerdem haben wir als Reiter Zugriff auf Panzerabwehrgranaten die besonders gut gegen leichte Fahrzeuge sind oder einem Säbel um kurzen Prozess mit feindlichen Fußsoldaten zu machen. Gleichzeitig sind wir natürlich auf dem Pferd anfällig für Beschuss, was ebenfalls für das Pferd gilt. Die Flugzeuge lassen sich angenehm steuern, was gleichermaßen auch für die Fahrzeuge gilt. Zumindest letzteres ist für die Reihe nichts neues, in Sachen Steuerung. Für beides gibt es übrigens eigene Klassen und wenn gerade ein entsprechendes Fahrzeug verfügbar ist, so kann man direkt darin spawnen. Doppeldecker, Bomber oder Panzer stehen übrigens nicht einfach so in der Gegend herum, sondern tauchen nur auf, wenn ein Spieler sie gewählt hat. So vermeidet DICE, dass sich einfach ein paar Gegner an euren Fahrzeugen zu schaffen machen und euch kurzerhand mit einer Übermacht aus Panzern und Flugzeugen überrollt. Im Verlauf der Karten findet ihr immer versteckte Wege und Möglichkeiten, den Feind von der Seite, von hinten oder von oben zu attackieren. Ihr müsst ständig auf der Hut sein und jederzeit mit Feindkontakt rechnen. Alles in allem hätte aber die eine oder anderen Karte mehr den Wiederspielwert gewaltig nach oben getrieben. Aber die Karten sehen dank der fantastischen Engine einfach wunderbar aus, ob in den italienischen Alpen, im Wald oder in der Wüste. Hinzu kommen die neuen dynamischen Wettereffekte, wodurch die Bedingungen sich schlagartig ändern kann. Wenn z.B. im Verlauf eines Gefechts dichter Nebel oder ein Sandsturm aufzieht, verschlechtert das die Sichtverhältnisse deutlich. Man sieht den Gegner erst sehr viel später, was noch mehr Aufmerksamkeit von einem verlangt. Es verleiht den Schlachtfeldern eine zusätzliche, unberechenbare Dynamik, die sich ebenfalls positiv auf die eine oder andere Seite auswirken kann - je nachdem, wer besser mit der neuen Situation zurechtkommt. Überhaupt hat man das Gefühl, dass sich die Karten im Verlauf eines Gefechts weiterentwickeln. Wo vorher noch Gebäude standen und einem Deckung geboten hat, sind am Ende nur noch Ruinen übrig, hinter denen man deutlich schwerer Schutz finden kann. Leider hat aber selbst die Zerstörung ihre Grenzen. Nicht alle Gebäude lassen sich bis auf die Grundmauern in Schutt und Asche legen, die Küstenfestung von Faw z.B. bleibt überwiegend intakt. Dennoch mangelt es dem Mehrspieler-Modus nicht an Showeinlagen. Mit insgesamt bis zu 64 Spielern entsteht ein bitterer Positionskämpfe, der nach wie vor zu den Favoriten der Fans zählt - ebenso wie Capture the Flag.

Insgesamt stehen bei "Battlefield 1" die Infanteriekämpfe im Vordergrund. Es gibt nicht massenweise Fahrzeuge, die einem zu Verfügung stehen. Andere Spielmodis wie Team Deathmatch, Vorherrschaft oder Kriegstauben bieten keine Fahrzeuge an und sind da schon weniger interessant, der neue Operationen-Modus ist hingegen eine sehr schöne Ergänzung und eine Ausnahme.  Die Waffenauswahl fällt nicht übermäßig vielfältig aus und bietet lange nicht so viele Konfigurationsmöglichkeiten wie z.B. bei "Call of Duty". Trotzdem ist es eine Zeitlang motivierend, mit neuen Errungenschaften zu experimentieren, sie mit verschiedenen Visieren oder Vergrößerungsstufen auszustatten. Für zusätzlichen Ansporn sorgen die Herausforderungen, die Erfahrungspunkte einbringen und hier Medaillen heißen. Erledige x Gegner mit Granate, versorge x Mitglieder mit Munition usw. Unter den wechselnden Medaillen finden sich sowohl komplexere Medaillen für Profis als auch schlichtere für Einsteiger. Man vermisst aber das verbissene Aufleveln für eine neue Fähigkeit da doch schon sehr, da alle zum teil von Anfang an freigeschaltet vorliegenDas interessanteste am Arsenal ist nicht die Anzahl, sondern eher der Abwechslungsreichtum. Hartnäckig verschanzte Camper lassen sich effektiv mit Gasgranaten aus dem Konzept bringen. Wer nicht schnell genug die Maske überstreift, ist beim folgenden Überfall schon geschwächt und kann mit der Maske auch nicht mehr anlegen, sondern nur noch aus der Hüfte schießen. Auch die Eliteklassen bringen frischen Wind mit und können eine Deckung oder Vorsprung schnell kippen. Wer einmal im dichten Wald der Argonnen im Bunker gehockt hat, weiß, wie hartnäckig der Benzinstrahl des Flammschützen sein kann. An das Kit z.B. der gepanzerten Supersoldaten kommt man während einer Runde. Ähnlich wie bei "Destiny" erscheint die jeweilige Ausrüstung in gekennzeichneten Waffenkisten. Übertrieben stark sind die Elitesoldaten aber nicht. Der Wachsoldat z.B. ist relativ langsam und mangels Gasmaske anfällig gegen Gas, so dass er sich mit diesem Mittel problemlos ausschalten lässt. Technisch gesehen hat DICE mit "Battlefield 1" einen guten Start hingelegt.
 

Man kann sagen was man will, doch die Jungs von DICE wissen einfach, wie man den Spieler zum Stauen anregen kann. Ob wohl die Vorgänger schon klasse aussahen und konstant ein stimmiges Bild ablieferten, wirkt “Battlefield 1” doch um einiges stimmiger und konnte grafisch noch fünf Schippe drauflegen. DICE setzte die Feile da an wo es nötig war. Das Resultat kann sich sehen lassen und servierte uns das bislang ansehnlichste Kriegs-Spiel der Letzen Jahre. Im Gesamtbild ist “Battlefield 1” zu den Vorgängern ein deutlicher Sprung gelungen. Sowohl Texturen auch Licht-/Schatteneffekte sehen scharf und stimmig aus. Das gilt auch für die detaillierte Umgebung und dynamischen Wettereffekten. Auch die Fahrzeuge und Waffen wurden Zeitgemäß mit viel Liebe im Detail angefertigt. Das grafische Highlight liegt aber eindeutig beim Zerstörungsfaktor. Das Zusammenspiel vonstimmungsvolen Beleuchtungen und gleißende Reflexionen und einer atemberaubenden Texturdichte von tiefen Details bei den Wassertropfen an der Waffe, der Erde und Schlamm die von den Schweren Ketten eines Mark-V-Panzers aufgewühlt werden oder bei dem Inferno eines brennenden Zeppelin und Bauteile davon durch die Luft wirbeln, sind regelrecht ein Augenschmaus für die Augen. Da kann man schon darüber hinweg sehen, dass die Kampagne das Gefühl aufbaut, als wäre man in einem XXL-Tutorial für den Mehrspielermodus gelandet, wenn man nach klassischer Manier Stellungen einnehmen muss oder nach und nach an die Bedienung der Fahrzeuge herangeführt wird, dann wirkt alles recht Stimmig und überzeugend, da DICE bei seinen Kriegsgeschichten viel richtig gemacht hat. Die Aufteilung in unabhängige Episoden hat sich bewährt und bringt hinsichtlich Spielablauf, Schauplätzen und Charakteren viel Abwechslung sowie unterschiedliche Einblicke mit sich. Schön, dass neben der bombastischen Inszenierung und intensiver Action mit teils brutalen Aktionen auch nachdenkliche Töne einen Platz gefunden haben und dabei weder aufdringlich noch unpassend wirken.

Fazit: "Battlefield 1" ist auf zerstörende Ebene ein Meisterwerk.  DICE inszenierte eine prachtvolle Kulisse mit intuitive Zerstörungen die eine sich ständig verändernde Landschaft erzeugen und zum Staunen anregt. Nie zuvor wurde eine Zerstörungswahn so inszeniert, wie bei “Battlefield 1”. Durch den Wechsel zurück in ein historisches Szenario fühlt sich “Battlefield 1” in mehrerer Hinsicht frisch an. Erst recht, wenn moderne Konflikte mittlerweile nichts mehr zu bieten haben. Wer mit "Battlefield 1942" seine Freude hatte, macht mit dem neuesten Teil der Reihe nichts verkehrt und auch für Neueinsteiger ist es ein guter Zeitpunkt, um sich der Serie mal anzunähern. Vor allem das großartige Schlachtfeldgefühl in dem langen Mehrspieler-Modus "Operationen" sorgt für ein Spielgefühl, das man derart intensiv noch nie erlebt hat. Wenn man sich über eine Stunde lang verbissen über mehrere Schlachtfelder kämpft, die zudem noch in einen historischen Kontext eingebettet werden, entsteht eine unheimlich starke Atmosphäre, die all das noch verstärkt, was die Serie schon früher so unterhaltsam machte. Einzig der Level-Aufstieg liegt abgesehen von den Kreditleihen ohne Tiefsinnige Bedeutung vor. Man vermisst das verbissene Aufleveln für eine neue Fähigkeit da doch sehr, da alle von Anfang an freigeschaltet vorliegen. Bezüglich der Kampagne muss sich DICE hingegen den Vorwurf gefallen lassen, dass man aus dem Thema zu wenig macht. Trotz gelungener Ansätze fungiert die Kampagne auch in "Battlefield 1" nur als nettes Beiwerk, denn der wahre Krieg tobt nach wie vor im Mehrspieler-Modus.

Bewertung: 9 | 10

Grafik:          
 (8/10)

Sound:          
 (7/10)

Singleplayer: 
 (5/10)

Steuerung:    
 (8/10)

Mehrspieler:  
 (8/10)

Durchschnittliche Besucher-Wertung

9.3/10 Bewertung (3 Stimmen)

 


 

Verleihstart: 21. Oktober 2016
Verkaufstart: 21. Oktober 2016

Publisher: Electronic Arts
Entwickler: DICE (Digital Illusions Creative Entertainment)
Homepage: www.battlefield.com

Verpackung: Blu-ray Case (Amaray)
Anzahl Disk: 1
Wendecover: Nein

Bild: PAL HD 720p,1080i,1080p
Spiel-Engine: Frostbite 3

Ton: 
1. Deutsch
2. Arabisch
3. Russisch
4. Englisch
5. Italienisch
6. Französisch
7. Polnisch
8. Spanisch

Untertitel: 
- Deutsch
Arabisch
- Russisch
- Englisch
- Italienisch
- Französisch
- Polnisch
- Spanisch

Spielzeit: ca. 7 Stunden (Kampagne; 5 Kapitel)
Mehrspieler: Ja (2-8 Mehrspieler-Modus)
PlayStation Plus notwenig: Ja
Installation/Größe:
Ja / 42,4GB
Schwierigkeitsgrad wären des Test: Mittel
Trophäen/Anzahl:
 Ja / 32
Schwierigkeitsgrad für die Trophäen: Leicht
LangzeitmotivationHoch
In-Game-Käufe: Ja

Pro
 Großartiges Schlachtfeldgefühl in langen Mehrspieler-Operationen
 
Abwechslungsreiche Schauplätze
 
Intuitive Zerstörungen erschaffen eine sich ständig verändernde Landschaft
 Stimmungsvolle Beleuchtung und gleißende Reflexionen
 Dynamische Wettereffekte
 
Zusammenarbeit mit Squad und Team wird auf vielfältige Weise belohnt
 
Umfangreiches Waffen/- Fahr/- Flugzeugarsenal
 
Gute Lokalisierung mit professionellen Sprechern
 
Spiel-/ und Zwischensequenzen fließen nahtlos ineinander
 
Umfangreicher Mehrspieler mit Teamplay-Fokus
 
Zerstörungen ändern den Spielverlauf
 
Mehrspieler mit bis zu 64-Spielern

Contra
 
Level-Aufstieg ohne Tiefsinnige Bedeutung

 
Nur neun Karten
 
Lange Ladezeiten
 
Kampagne zu kurzweilig
 
Deutsche Seite wird nicht thematisiert
 
Eigene konfigurierbare Spiele noch nicht verfügbar
 

Kritik Extras, Spielzeit, Schwierigkeitsgrad und Trophäen
Das Zugpferd von "Battlefield 1" ist und bleibt der umfangreiche Mehrspieler-Modus, der uns hauptsächlich mit weiteren Stunden Unterhalten soll. Neben den geplanten DLC's die mit der Zeit "Battlefield 1" noch interessanter und umfangreicher machen, bietet DICE eine Premium-Mitgliederschaft an, die alle kommenden DLC's umfasst, sowie Wöchentliche Battlepacks. Demnach will DICE den Mehrspieler-Modus auch lange frisch halten und ständig mit neuen Inhalten den Wiederspielwert sehr Hoch halten. So bekommt man demnächst noch weitere Fraktionen u.a. Russland und Karten geboten, die gegen ein kleines entgelt zu werbern sind.  “Battlefield 1” verfügt über automatische Speicherpunkte, die im Spielverlauf automatisch erfolgen. Manuelles Speichern ist nicht möglich, aber auch nich unbedingt notwenig. Die automatischen Speicherpunkt sind sehr human gelegt, scheitert man z.B. im Kampf, dann wird man kurz vor dem Scheiterpunkt gespawnt und man kann sein Abenteuer ohne viel Vorlauf fortsetzen. Die Kampagne von “Battlefield 1” lässt sich auf insgesamt drei Schwierigkeitsgraden spielen. Von Einfach  - der die Kämpfe und Schusswechsel stark vereinfacht, indem exakte Zielhilfen implementiert werden und man selber zahllose Schüsse aushalten kan bis Schwer - der sogar für die Entwickler eine Herausforderung darstellt, ist für jedem Spieler ein optimaler Schwierigkeitsgrade vorhanden. Die Trophäen sind gut ausbalanciert und recht leicht zu erhalten. Um alle Trophäen zu erreichen, ist eine Playstation Plus Mitgliederschaft notwenig, da einige Trophäen über den Mehrspieler-Modus zu bekommen sind. Die Spielzeit für die Kampagne fällt mit 7 Stunden und 14 Minuten recht mager aus. Wir haben jedoch nicht die komplette Karte erforscht und auch nicht alle Sammel-Items aufgesammelt. Es ist jedoch zu empfehlen, die Kampagne in ruhe zu genießen um sich mit der Steuerung vertraut zu machen, da man im Mehrspieler-Modus sonst den kürzeren ziehen wird. Mit den zahlreichen Inhalten die durch ein kleines entgelt dem Endverbraucher zu Verfügung gestellt werden, bekommt man zukünftig einen ordentlichen und stimmigen Umfang geboten, der für weitere zahlreiche Spielstunden sorgen kann. Wir sind jeden Falls begeistert von der Vielfalt an kommenden Inhalten, werden aber leider für alle Inhalte zu Kasse gebeten. Da hätten wir uns durchaus das eine oder andere Inhalts-Paket als kostenloses Beiwerk für den Mehrspieler-/ Singelplayer-Modus doch sehr erwünscht. Schließlich liegen bei dem aktuelle Mehrspieler-/ Singelplayer-Modus nur eine geringe Anzahl an Karten und Missionen  vor und das wird einem nicht lange bei Laune halten können.

Bewertung: 5|10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

5.0/10 rating 1 vote

Autor

Pascal Müller

Pascal Müller

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Dez18

PS4 Kritik: Battlefield V

Geschrieben von: Pascal Müller PS4 Kritik: Battlefield V

Electronic Arts neuster Ableger "Battlefield V" beweist mal wieder, dass weiterhin kreative Fortsetzungen das Unternehmen verlassen können. Dabei stellt sich zurecht die Frage, wie es Electronic Arts in Kooperation mit dem schwedischen Computerspielhersteller DICE überhaupt wieder geschafft hat, denn Erfolg der Spielreihe weiter aufrecht zu halten und das mittlerweile mit 16 Fortsetzungen. Im Grundgenommen ist die Antwort plausible: Dem Endverbraucher wird ein neues Szenario geboten, der mit seiner neuen Frostbite 3 Engine zu überzeugen weiß und von komplett zerstörbaren Objekten keinen halt macht. Die Spielreihe "Battlefield" steht für Qualität und macht dadurch eine weitere Fortsetzung nicht nur möglich, sondern auch erwünschenswert. Letztendlich kann man an dieser Stelle schon verraten, dass DICE mit "Battlefield V" in jeder Hinsicht eine souveräne Fortsetzung gelungen ist, ob der mittlerweile 16te Teil jedoch die Erwartungen erfüllt, steht auf einem anderen Blatt und wird im laufe der Besprechung noch ausführlich Thematisiert.

5.7/10 Bewertung (3 Stimmen)

   

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