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Okt03

PC Kritik: World of Warcraft - Battle for Azeroth

PC Kritik: World of Warcraft - Battle for Azeroth

Originaltitel: Battle for Azeroth
Entwickler: Blizzard Entertainment
Plattformen: PC
Genre: Third-Person, Fantasy, Rollenspiel, MMORPG

Freigabe: FSK-12
Mehrspieler:
Ja, 1-30
Spielzeit: ca. 76+ Stunden (Battle for Azeroth)

Getestete Version: Digitalversion (8.01)
Hardware: i7 7700K 4,2GHz, 16GB DDR4-3200 Arbeitsspeicher, Strix Geforce GTX 1080, 275GB SSD, 500GB SSD M2, 2TB HDD

Wir danken Blizzard Entertainment für das Rezensionsexemplar!

 


 

Inhalt: Wem schwört ihr Treue? Azeroth hat einen schrecklichen Preis gezahlt, um dem apokalyptischen Vormarsch der Legion Einhalt zu gebieten. Die Welt erholt sich langsam, aber ist das Vertrauen zwischen Horde und Allianz für immer zerbrochen? In Battle for Azeroth löst der Fall der Brennenden Legion eine Reihe an verhängnisvollen Ereignissen aus, die den Konflikt im Mittelpunkt der Warcraft-Saga wieder aufleben lassen. Zu Beginn dieses neuen Zeitalters des Krieges müssen sich die Helden von Azeroth aufmachen, um neue Verbündete zu gewinnen, eine Schlacht um die mächtigsten Ressourcen der Welt austragen und an gleich mehreren Fronten kämpfen, um Azeroth entweder an der Seite der Horde oder der Allianz in seine ungewisse Zukunft zu führen ...

 


 

 



Kritik: Seit der Veröffentlichung von "World of Warcraft" am 23. November 2004 hat sich das MMORPG-Rollenspiel dank zahlreicher Spielerweiterungen wie "The Burning Crusade" (2007), "Wrath of the Lich King" (2008), "Cataclysm" (2010), "Mists of Pandaria" (2012), "Warlords of Draenor" (2014) und "Legion" (2016) wurde das Grundspiel mächtig vergrößert. Nach der letzten Erweiterung "Legion" wird die Welt von Azeroth mit "Battle for Azeroth" um ein weiteres Kapitel erweitert, was sogleich das World-of-Warcraft-Fanherzen höherschlagen lässt. Am 14.08.2018 erschien mit "World of Warcraft: Battle for Azeroth" das mittlerweile siebte Kapitel für "World of Warcraft" für den PC, wo die Kern-Elemente zwar gleichblieben, der Inhalt jedoch um neue Features wie z.B. die Kriegsfronten, Herz von Azeroth, Plünderung unerforschter Inseln und den neuen Communities erweitert wurde. Man kann einen komplett neuen Helden erschaffen oder diesen mit dem beiliegenen Boost auf Level 120 boosten und den bisherigen Inhalt ignorieren und nach einer kurzen Einführung gleich mit dem Abenteuer in Kul Tiras oder Zandalar beginnen - die flexible Stufenskalierung der Gegner macht das alles möglich. Ob die Kriegsfronten, die Plünderungen unerforschen Inseln oder die Kriegskampagne rund um das Herz von Azeroth auch Neueinsteiger und Veteranen gleichermaßen eine freude bereitet oder die neuen Gebiete vor der Küste Azeroth für die nötige abwechslung sorgen, steht auf einem anderen Blatt und wird in unserem Test zu "World of Warcraft: Battle for Azeroth" noch ausführlich thematisiert.

Knapp zwei Jahre sind seit der letzten Erweiterung "Legion" ins Land gezogen. Die Invasion der Brennenden Legion konnte nicht nur erfolgreich zurückgeschlagen werden, sondern man konnte auch die Heimatwelt der Legion angreifen und die Sargeras in Ketten legen. Der große Antagonist des Warcraft-Universums war damit vorerst besiegt. Es kommt aber, wie es kommen muss: Kaum ist der gemeinsame Feind der Allianz und der Horde zurückgeschlagen, findet die Allianz und die Horde mit "Battle of Azeroth" wieder einen Grund, sich gegenseitig zu Hassen. Die Storyline, die sich am Horizont abzeichnet, lässt auch schon auf den nächsten großen Gegner schließen. In ein umfassendes Gerüst aus neuen und alten Spielmechaniken gekleidet, verspricht die mittlerweile siebte Erweiterung vielversprechendes. Teldrassil - die Heimat der Nachtelfen - steht in Flammen. Schuld daran ist Sylvanas Windläufer - Kriegshäuptling der Horde. Um ihre Untertanen von der größten Bedrohung der Horde dominierten Westkontinents Kalimdor zu befreien, zündet Sylvanas Windläufer den großen Weltenbaum kurzerhand an. Der Vergeltungsschlag der Allianz lässt nicht lange auf sich warten. Kurze Zeit später greift der erwachsen gewordene Anduin Wrynn mit seiner Streitmacht an, das am Ende ebenso zerstört wird. Bis auf die beiden Kleinreiche Exodar und Silbermond - die Heimat der Draenei und Blutelfen - sind Kalimdor und die Östlichen Königreiche nun komplett von Horde beziehungsweise Allianz dominiert.

Die Ausgangslage der siebten Erweiterung "Battle for Azeroth" umfasst zwei neue Großreiche, die nur die See trennt. Meistens ist es wie so oft Geschmackssache, dass es einem als Hordler nicht schmeckt, dass erneut ein Kriegshäuptling als Antagonist her halten muss. Sylvanas Windläufer Handlungen bleiben bei genauerem Hinsehen aber nachvollziehbar. Dafür die eigene Heimat zu opfern und Lordaeron herzugeben, zeigt, dass Sylvanas Windläufer durchaus für die Horde und nicht nur für sich kämpft. Die Wahl der Mittel steht hierbei natürlich auf einem völlig anderen Blatt. Es empfiehlt sich bei "World of Warcraft" allerdings immer die Geschichte erst einmal distanziert abzuwarten, ehe man ein vorschnelles Urteil fällt. "Battle for Azeroth" beginnt mit einen kurzen Moment der Waffenruhe, wo die Helden nach Silithus zu König Magni Bronzebart - Volk der Zwerge - reisen. Dieser versucht die Wunde zu heilen, die Sargeras mit seinem Schwert in Azeroth's Herz geschlagen hat. Kurz fragt sich die Welt, ob es nicht Wichtigeres gibt, als um Ressourcen und Dominanz zu kämpfen, während die Wunde schließlich stabilisiert wird, darf man nach "Legion" erneut die Welt retten. Blöd nur, dass beide Fraktionen die seit Jahrzehnten vor gegenseitigem Hass angetrieben nach dem Sieg gegen die Legion getrennte Wege gehen. Als die Horde die Prinzessin des Zandalari-Imperiums aus den Händen der Allianz befreit und ein Bündnis mit den isolationistischen Trollen anstrebt, zieht die Allianz gleich. Ihr Ziel ist Kul Tiras. Es entfaltet sich eine Geschichte, in der Horde und Allianz zwei neutrale Seemächte zu überzeugen, für ihre Seite zu kämpfen, um die Gegenseite zu vernichten.

Die Geschichten die währenddessen erzählt werden, sind zwar deutlich in den einzelnen Levelgebieten auf Zandalar und Kul Tiras voneinander getrennt, wie man es von Blizzard jedoch gewohnt ist, überkreuzen sich die unterschiedlichen Geschichten miteinander. Während man versucht, die Seemächte als Sprecher der Horde oder Gesandter der Allianz von sich zu überzeugen, wird dabei immer wieder die Kriegskampagne weitergeführt, die den Fraktionskonflikt weiter thematisiert. Die Missionen der Kriegskampagne führt einem in kleineren Questreihen auf den Kontinent der Gegenseite, sodass auch die Allianz die Insel Zandalar zu sehen bekommt und die Horde auch Kul Tiras ein Besuch abstatten darf. Hier begegnen man auch immer wieder den neuen verbündeten Völkern, die ihren Weg in die kriegshungrigen Fraktionen gefunden haben. So unterstützen etwa die Dunkeleisenzwerge die Allianz im Dschungel von Zuldazar. Auf Kul Tiras erwartet einem eine gespaltene Nation, was die Sache nicht gerade einfacher macht. Die jüngst zurückgekehrte Tochter des besagten Lordadmirals Daelin Prachtmeer - Jaina Prachtmeer - trägt nämlich Mitschuld am Tod ihres Vaters. Als man mit der besagter Jaina an der Seemacht zurückkehrt, wird einem nicht gerade ein rosiger Empfang bereitet. Nichtsdestotrotz wird einem klar, dass die Seeleute unsere Hilfe benötigen und so bringt man nach und nach die gespaltene Nation zusammen, indem man drei Fürstentümer umstimmt bzw. befreit.


In jeder der drei Zonen erwartet einem völlig andere Herausforderungen. Während man im Tiragardesund den verräterischen Absichten des Hauses Aschenwind nachgehen und hierbei einen Weg durch Verrat, Kinderarbeit und Revolution bahnt, spielen sich die beiden folgenden Gebiete völlig anders. In Drustvar z.B. erwartet einem eine großangelegte Hexenjagd mit einer Atmosphäre, die in "World of Warcraft" ihresgleichen sucht. Eine Schwesternschaft von Hexen hat das ohnehin schon düstere Land und das dort regierende Haus Kronsteig fest in ihrem Griff. Trotz der eingeschränkten technischen Mittel, läuft es einem hier oftmals eiskalt den Rücken herunter. Im Sturmsangtal muss man eine verschwundene Flotte aufzuspüren und decken eine Verschwörung von Haus Sturmsang und den Gezeitenweisen - einer Art Meerespriesterschaft von Kul Tiras - auf. Der Horde hingegen wird auf Zandalar zunächst ein durchaus nicht ganz so grober Empfang bereitet. Schließlich kehrt man als Retter der Prinzessin in den Hof König Rastakhans ein. Dennoch wird einem auch hier schnell klar, dass diese Freundschaft keine ist, die nach einer dicken Freundschaft trachtet. Gerade die Berater des Königs bleiben skeptisch. Auch in diesem Fall bekommt man drei Levelgebiete Zeit, um sich zu beweisen. Es zeichnet sich ein Muster ab, denn in Zuldazar geht es zu wie im Tiragardesund. Auch hier folgt man den Spuren einer innenpolitischen Verschwörung bis in die höchsten Ebenen des Zanchuli-Rates. Nebenbei begegnet man zahlreichen Loa - kleineren Trollgöttern - und bekommt wertvolle Einblicke in die Glaubenswelt der Trolle. In den Sümpfen von Nazmir wandelt man auf den Spuren der Bluttrolle, die Krieg gegen die Zandalari führen. Erneut begegnet man einigen Loa und einem wohlbekannten Feind, die auch im Sturmsangtal ihr Unwesen treiben. Und auch in der dritten Levelzone von Zandalar hinterlassen die Alten Götter ihre Spuren. Dort kämpft man in der Wüste Vol‘dun gegen die Sethrak - Schlangenwesen - die ebenfalls Krieg gegen Rastakhan planen.


Das Powerlevel wurde um Längen nach unten reguliert. Zwei gefallene Königreiche der eigenen Fraktion im Alleingang zu Überzeugen und zusammen zu bringen, ist zwar immer noch weit von Low-Power entfernt, aber dennoch eine ganz andere Qualität, als mit Sphärenschiffen auf eine andere Welt zu reisen, um dort den weltenfressenden Oberdämonen einzukerkern. Aber der Storyline tut das gut. Man ist schnell in dieser nachvollziehbaren Geschichte um die Probleme halbwegs normaler Menschen und Trolle angekommen. Viele Features aus "Legion" haben es auch nach "Battle for Azeroth" geschafft. Hierbei hat die Entwicklerschmiede einen angenehmen Kompromiss geschaffen, denn weder wurde das Rad neu erfunden, noch kann man sich über mangelnde Neuerungen beschweren. Einige Features sind bereits seit der ersten Erweiterung fest im Spiel implementiert und werden von der Spielerschaft gewissermaßen erwartet. Die Grafik bleibt - ohne dabei große Sprünge zu machen - ihren comichaften Stil treu, wirkt aber stimmig und im Detail betrachtet mittel Stark, bis Stark verbessert, wodurch die Gebiete und auch die Figuren, Kreaturen und die kleinen Details abseits der Storyline ersichtlich ein Facelifting spendiert bekam. Aber auch die interaktivität abseits der Storyline ist eine Augenweide wert. So kann man z.B. die lebendige Tier-/Insekten-/ oder Pflanzenwelt dabei beobachten, wie diese aktiv ins Spielgeschehen eingreifen und eine Fleischfressende Pflanze eine Fliege frisst, ein Dinosaurier ein anderen Tier erlegt oder kleine Aasfresser sich an ein Tierkadaver zu schaffen machen. Die Musik aus dem Hause Blizzard ist wie gewohnt ein atmosphärischer Genuss für die Ohren und wurden akustisch für die unterschiedlichen Szenarien optimiert. Aber auch die Hintergrundgeräuschen erfüllen ihren zweck und sorgen für eine detailgetreues Erlebnis. Natürlich wurde auch das Maximallevel um weitere zehn Stufen auf 120 angehoben. Wer allerdings hierbei Angst vor einer erneuten Zahlenexplosion hat, darf beruhigt sein.

Wie schon bei "Warlords of Draenor" wurden im Zuge der eskalierender Schadens- und Lebenswerte die Werte neu angepasst. Man darf sich also wieder mit angenehmen Schadenswerten in den Tausendern herumschlagen und nicht mehr mit den Millionenwerten, die "Legion" letztendlich dominiert haben. Um die zehn Stufen zu überbrücken, wird man mit einer Kriegskampagne beglückt, die in sechs neuen Levelgebieten mündet. Dazu kommen zehn neue Instanzen, in denen man später in Kleingruppen zu fünft anrücken darf. Der erste Schlachtzug Uldir, den man mit 10 bis 30 Mann besuchen darf, wartet hingegen mit acht Bossen auf einem. Weitere Schlachzüge folgen in der nächsten Zeit und erweitert den Spielspass und sogleich auch den Wiederspielwert. Das Abenteuer darf man auch als Held eines der verbündeten Völker beschreiten, die neu hinzugekommen sind. Diese stehen nicht direkt bei Start zur Verfügung, sondern müssen erst freigeschaltet werden, dafür beginnt man die Reise der neuen Helden schon auf Level 20. Bei Release der Erweiterung stehen hierbei drei neue Völker pro Fraktion zur Auswahl, wobei jeweils ein weiteres - Kul-Tiras-Menschen und Zandalari-Trolle - bereits fest geplant sind. Ein weiteres neues Feature wäre der Schrott-o-mat 1000, in welchem sich Gegenstände zu Kleinholz verarbeiten lassen. Dadurch erhält der Verschrotter einen Teil der Bestandsmaterialien zurück. Darüber hinaus kommt eine neue Ressource ins Spiel: Expulsom. Dieses wird für die Herstellung von besseren Gegenständen in nicht zu vernachlässigenden Mengen benötigt. So erhalten Spieler eine zufällige Menge an diesem Material, die dann bei der Herstellung von Gegenständen mit zufälligen Werten benötigt wird. Hier beweisen Blizzard wieder ihre Liebe zum Zufallsgenerator, den beeinflussen lässt sich das Glück natürlich nicht.

Am Ende von "Legion" - noch vor dem Launch der Erweiterung - hat man sich schon von den Artefaktwaffen verabschiedet, die das Gameplay der vorherigen Erweiterung so sehr geprägt haben. Aber ganz ohne geht es natürlich auch in "Battle for Azeroth" nicht. Der Zwerg Magni Bronzebart beschenkt einem in Silithus - wo das Abenteuer beginnt - mit dem Herz Azeroths. Dieses Artefakt ist eine Halskette, mit der man das durch die Wunde das freigesetzte Azerit sammeln soll. Je mehr Azerit man sammelt, desto stärker wird die Halskette. Viel wichtiger fürs Gameplay allerdings ist, dass man mit Hilfe dieser Halskette drei Rüstungsteile verstärken kann. Diese Mechanik ersetzt sowohl die legendären Gegenstände, als auch die Artefaktfähigkeiten, die es bei der Artefaktwaffe gab. Das die Artefaktfähigkeiten ersetzt wurden, die nach kurzer Zeit in "Legion" mehr oder minder irrelevant wurden, da mit zunehmendem Fortschreiten des Contents ohnehin schnell alles freigeschaltet werden konnte, stört nicht weiter. Das hingegen die legendären Gegenstände weggefallen sind, ist eine andere Sache und gleichzeitig auch ein zweischneidiges Schwert. Das System, in dem man durch Zufall verschiedene, mächtige Gegenstände erhalten konnte, die bestimmte Klassenfähigkeiten verbesserten, veränderten oder bestimmte Bonis mitbrachten, wurde von vielen geliebt.

Aber so ganz können die Azeritrüstungsteile, bei denen man aus 3-4 verschiedenen Bonis wählen darf, die Effekte der legendären Gegenstände nicht ersetzen, dazu sind diese in der Anfangsphase des Spiels noch zu schwach. Dennoch finden viele beliebte Effekte und Spielelemente auf diese Weise erneut ihren Weg ins Spiel und das mit einer deutlich höhere Droprate. Wie schon nach "Warlords of Draenor" wurde auch in "Legion" das Missionssystem übernommen. Nach aktuellem Stand hat man in "Battle for Azeroth" maximal fünf Anhänger, die man auf eine geringe Auswahl an Missionen schicken kann. Die Verstärkungsrune für die Anhänger hingegen lassen sich jetzt selber herstellen, jede Klasse kann zwei Verstärkungsrunen für die Anhänger herstellen. Mit diesen lassen sich gewisse Bonis für die Anhänger freischalten z.B. 10% höhere Erfolgschance. Über Missionen sind diese Verstärkerungsrunen erstmal nicht zu bekommen. Die Missionen aber haben einen deutlich geringeren Nutzwert, da aktuell bis auf Ruf-/ und Außenposten-Missionen keine nennenswerte Beute zu erwarten ist. Apropos Außenposten: Neu ist auch, dass man jeweils auf der befeindlichen Insel ein Außenposten bauen kann, dafür muss man jeglich die Mission von einem Abgesandten kaufen und einen Anhänger auf die Mission schicken und danach das Quest-Item beim NPC abgeben und schon hat man ein neuen Außenposten inkl. neue Quest, wo der Außenposten auch über ein Flugpunkt verfügt. Auch darf man sich über die Rückkehr der Weltquests freuen, mit denen man wieder unkompliziert Ruf, Ausrüstung und Ressourcen sammeln kann. Auch mythische Instanzen sind erneut Teil des Spiels, genauso wie die vielfach gelobten Mythisch+ Instanzen. In diesen durchspielt man eine zeitlich begrenzte Instanzen mit fünf Spieler, deren Schwierigkeitsgrad nach oben hin offen ist und bei der man neben stärkeren Gegnern und Bosse auch mit bessere Rüstungsitems rechnen darf.

Im Allgemeinen kann man sich nicht über mangelnde Beschäftigungen beschweren. Neben der außerordentlich umfangreichen Kriegskampagne und abwechslungsreiche Quests, die auch noch nach Erreichen des Maximallevels einige Zeit überbrücken kann, hat man mit den Inselexpeditionen eine Neuauflage des in "Mists of Pandaria" bekannten Szenario-Systems erhalten, das aber deutlich an Tiefe gewonnen hat. Hierbei liefert man sich mit drei Computergegner der Gegenfraktion auf einer unentdeckten Insel ein Wettrennen um das wertvolle Azerit. Es ist dabei einem freigestellt, ob man dabei Jagd auf die Feinde macht, sich auf das Ziel konzentriert oder Mischtaktiken anwenden. Gewonnen hat die Seite, die zu erst 6000 oder 9000 Azerit abgebaut hat. Wer bei den Expeditionen auf Beute in Form von Ausrüstung hofft, wird jedoch enttäuscht sein, denn bis auf das Azerit und mit viel Glück vielleicht Expeditionen-Marken wird man keine weitere Beute bekommen. Hervorragend eignen sich die Szenarien aber auch, um Azerit für die Artefakthalskette zu sammeln. Was letztendlich auch der Sinn der Inselexpedition ist. Die Inselexpedition lässt sich auf mehreren Schwierigkeitsgraden spielen. Bei Mythisch hingegen muss man vorab eine dreier Gruppe bilden, da eine automatische Spielersuche - wie bereits aus Mythisch Instanzen bekannt - hier nicht funktioniert. Die automatische Spielersuche funktioniert nämlich nur für den Schwierigkeitsgrad NHC und HC.

Der Kampf gegen die Computergegner hingegen ist selbst auf niedrigen Schwierigkeitsgraden knackig. Die fortschrittliche K.I. - die Blizzard hierfür entworfen hat - verspricht auf hohen Schwierigkeitsgraden ein echter Brocken zu werden. Im PvE-Modus besteht dieses Team wie oben bereits erwähnt, aus computergesteuerten Gegnern, im PvP-Modus hingegen aus realen Mitspielern. Obwohl die meiste Zeit gegen seelenlose Computergegner gekämpft wird, kommt die fraktionsübergreifende Klopperei nicht zu kurz.. Das gleiche System gibt es auch für die Kriegsfronten. Hierbei geht es allerdings nicht übersichtlich im drei gegen drei zur Sache, sondern 20 gegen 20. Das Ganze ist dabei stark an "Warcraft III" oder "League of Legends" angelehnt. Man baut Basen, schickt Einheiten los, die den Feind immer weiter zurück drängen sollen, dabei Sammelt man Ressourcen und bekämpft die vom Feind eingenommen Punkte ein. Man darf gespannt sein, ob die Kriegsfronten den dominanten Raids die Stirn bieten können oder sie eher als milde Nebentätigkeit ihren Weg ins Spiel finden. Aktuell kann man die Kriegsfronten als nettes Beiwerk betrachten, jedoch könnte ein weiterer ausbau durchaus in Betracht gezogen werden, wodurch diese Events später immer größere Beliebtheit gewinnen könnte. Eine PvP-Option wäre da eine Option, gefolgt von Elite Gegner oder Weltbosse, bishin zu weiteren Kampforten.

Fazit: Auch "Battle for Azeroth" erfindet das Rad nicht neu. Mit der Grundlage, die Blizzard mit vorherigen Erweiterungen gelegt hat, muss es das aber auch nicht. Viele beliebte Features wurden aus "Legion" übernommen, einige neue sind hinzugekommen. Ob diese von Dauer sein werden, das wird sich im Laufe der Erweiterung herauskristallisieren. Dass Blizzard storytechnisch gar nicht erst versucht, die absurd großen Fußabdrücke auszufüllen, die "Legion" hinterlassen hat, sondern einfach einen neuen, unausgetretenen Weg beschreitet, ist klug und vielversprechend. Unter dem Strich lohnt die siebte Erweiterung für Fans absolut, aber auch Neu- oder Wiedereinsteiger finden ihren Weg ins Spiel ohne größere Umwege. Ob der letzte Content für "Battle for Azeroth" den hohen Ansprüchen genügen wird, wird sich aber erst später herausstellen.

Bewertung: 10|10

Grafik:
 (8/10)

Sound:
 (10/10)

Einzelspieler:
 (10/10)

Steuerung:
 (8/10)

Mehrspieler:
 (10/10)

Durchschnittliche Besucher-Wertung

10.0/10 Bewertung (3 Stimmen)

 


Verkaufstart: 14. August 2018

Publisher: Blizzard Entertainment
Entwickler:
Blizzard Entertainment
Homepage: www.worldofwarcraft.com/de-de/battle-for-azeroth

Verpackung: - (Digital Content)
Anzahl Disk: - (Digital Content)
Wendecover: - (Digital Content)

Bild: PAL HD 720p,1080i,1080p
Spiel-Engine: Hauseigene Engine

Systemvoraussetzungen: Windows 7 oder neuer (64-Bit),  Intel i5-760 oder AMD FX™-8100 oder besser, 4 GB RAM, NVIDIA® GeForce® GTX 560 2GB oder AMD™ Radeon™ HD 7850 2GB oder Intel® HD Graphics 530 (45W TDP), 70GB verfügbarer Speicher auf 7200 RPM HDD, Breitband-Internetverbindung
Steuerung: Maus, Tastatur

Ton:
1. Deutsch
2. Englisch
3. Español
4. Português
5. Français
6. Italiano
7. Русский
8. 한국어
9. 繁體中文
10. 简体中文

Untertitel: 
- Deutsch
- Englisch
- Französisch
- Spanisch
- Portugiesisch
- Italienisch
- Russisch
- Chinesisch

Spielzeit: 76+ Stunden (Battle for Azeroth)
Mehrspieler: Ja,1-30
Internet notwenig: Ja
Installation/Größe:
Ja / 54 Gigabyte (Komplett 70 Gigabyte)
Schwierigkeitsgrad wären des Test: Leicht, Normal, Schwer
Erfolge/Anzahl:
 Ja / xxx (Komplett: xxx)
Schwierigkeitsgrad für die Erfolge: Mittel
Wiederspielwert: Sehr Hoch
In-Game-Käufe: Ja
Besonderheit: Ein monatliches Abonnement ist erforderlich; Laufzeit 1 Monat: 12,99 Euro pro Monat; 3 Monate: 11,99 Euro pro Monat; 6 Monate: 10,99 Euro pro Monat

Pro
Umfangreiche und fesselnde Story mit reichlich Nebenquests
Bildschönes neues Gebiet mit toller Landschaft und beeindruckender Architektur
Lebendiger Tag-Nachtwechsel
Gegner skalieren mit Charakterlevel
Schnellreisefunktion und Dungeonfinder
Stärkerer Story-Fokus und gute Präsentation
Unterschiedliche Gebiete und Aufgaben pro Fraktion
Abwechslungsreiche Quests
Vier Schwierigkeitsgrade
Sehr gute deutsche Sprachausgabe
Viel Raum für Erkundungen
Fast alle Dialoge sind mit Sprachausgabe versehen
Netter zusatz Content (Inselexpeditionen und Kriegsfronten)
Guter Umfang (76+ Stunden)

Contra
Nicht alle Texte sind vertont, vor allem bei der Kriegskampagne
Kleinere Bugs

Steuerung manchmal ungenau
Weltquests wiederholen sich

Kritik Extras, DLCs, Spielzeit, Tops/Flops, Schwierigkeitsgrad und Trophäen
Neben der neuen Geschichte ("Battle for Azeroth") benötigt die Standard Edition zu "World of Warcraft: Battle for Azeroth" das komplette Grundspiel und die sechs bisher erschienen Erweiterungen. Mit "World of Warcraft: Battle for Azeroth" bekommt man vom Content her ein gewaltiges und Umfangreiches Spiel geboten das für sehr viele Spielstunden sorgen wird. "World of Warcraft: Battle for Azeroth" verfügt über automatische Speicherpunkte, die im Spielverlauf erfolgen. Manuelles Speichern ist nicht möglich, aber auch nicht notwendig. Die automatischen Speicherpunkt liegen sehr human, scheitert man z.B. im Kampf, so startet man als Geist von einem Friedhof und muss eine kurze Strecke zurück legen, wo man von Feinden nicht angegriffen werden kann und sogar über das Wasser laufen kann, bis man seine Leiche erreicht hat. Die Geschichte von "Battle for Azeroth" lässt sich auf vier unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden einstellen. Von LFR (Looking for Raid), über NonHero (NHC), Hero (HC) bis hin zu Mythisch (Myth) ist für jeden Geschmack der passende Schwierigkeitsgrad erhalten. Die Erfolge sind gut und abwechslungsreich ausbalanciert und mit etwas Übung zu erhalten. Die Spielzeit für die Geschichte zu "Battle for Azeroth" liegt im sehr guten Mittelfeld. Wir haben für "Battle for Azeroth" für beide Seiten ca. 76 Stunden gebraucht. Nachdem die Kriegskampagne gemeistert wurden, lässt sich das Spiel durch weitere Spieleinhalte z.B. dem Grundspiel, DLC's, Events, Raid, Instanzen, Weltquest, Inselexpeditionen und Kriegsfronten oder durch weiter noch offene Quests weiter Spielen. In unserem ausführlichen Testen haben wir "Battle for Azeroth" und den ersten Raid sowie die zehn Instanzen absolviert. Da mit "Battle for Azeroth" der aktuelle Spielinhalt noch nicht zuende ist, lässt sich der Spielspaß von "Battle for Azeroth" noch weiter genießen. Top!

Bewertung: 10|10

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Pascal Müller

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