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Sep26

PS4 Kritik: Monster Hunter World - Iceborne

PS4 Kritik: Monster Hunter World - Iceborne

Originaltitel: Monster Hunter World: Iceborne
Entwickler: Capcom   
Plattformen: PlayStation 4, Xbox One
Genre: Third-Person, Action-Rollenspiel

Freigabe: FSK-12
Mehrspieler:
1-4 (Koop)
Spielzeit: ca. 51 Stunden (Endgame)

Getestete Version: Presseversion (v.10.12)
Hardware: Sony PS4 Pro, Sony KD65XF7596, Sony BDVN8100WB 5.1 Heimkinosystem

Wir danken Capcom für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!


 

Inhalt: Die komplett neue Geschichte setzt an die Ereignisse in Monster Hunter: World an und bringt Jäger in eine neu entdeckte, verschneite Welt, die als größte Region des Spiels komplett erkundet werden kann. In diesem Gebiet, der Raureif-Weite, bedrohen komplett neue Monster die Expedition, während sich ihnen auch alte Widersacher in den Weg stellen. Eine echte Herausforderung stellt der Meisterrang, ein neuer Schwierigkeitsgrad, dar. Iceborne setzt das Fähigkeits-basierte Progressions- und Crafting-System von Monster Hunter: World fort und ergänzt es um eine Vielzahl neuer Spielmechaniken, die euch ganz neue Kampfaktionen ermöglichen. Diese sind auch dringend nötig – im Kampf gegen das mysteriöse Motiv-Monster Velkhana!

 


 

 




Kritik: "Monster Hunter World: Iceborne" ist die sehnlich erwartete, gigantische Erweiterung zu "Monster Hunter: World", dem mit mehr als 12 Millionen ausgelieferten Exemplaren weltweit erfolgreichsten, von Capcom veröffentlichte Spiel aller Zeiten. Die Erweiterung verdoppelt den Spielinhalt der Erstveröffentlichung und ergänzt das Spiel um einen neues, eisiges Areal, eine erweiterte Handlung, neue Monster und umfangreiche Gameplay-Optionen. Die komplett neue Geschichte setzt an die Ereignisse in "Monster Hunter: World" an und bringt Spieler in eine neu entdeckte, verschneite Welt, die als größte Region des Spiels komplett erkundet werden kann. In diesem Gebiet - der Raureif-Weite - bedrohen komplett neue Monster die Expedition der Spieler, während sich ihnen auch alte Widersacher in den Weg stellen. Eine echte Herausforderung stellt der Meisterrang, ein neuer Schwierigkeitsgrad, dar. "Monster Hunter World: Iceborne" setzt das Fähigkeits-basierte Progressions- und Crafting-System von "Monster Hunter: World" fort und ergänzt es um eine Vielzahl neuer Spielmechaniken, die den Spielern ganz neue Kampfaktionen ermöglichen. Diese sind auch dringend nötig - im Kampf gegen das mysteriöse Monster Velkhana. Am 06.09.2019 erschien "Monster Hunter World: Iceborne" für die stationären Next-Gen-Konsolen. Ob "Monster Hunter World: Iceborne" die Erwartungen beim Ausflug in das neue verschneite Gebiet erfüllen kann und Neueinsteiger sowie Veteranen gleichermaßen bedient, steht auf einem anderen Blatt und wird im Laufe der Besprechung noch ausführlich thematisiert.

Die neuste Erweiterung "Monster Hunter World: Iceborne" schließt direkt an die Kampagne des Hauptspiels "Monster Hunter: World" an. Damit man die neuste Erweiterung spielen kann, muss man vorab die Story durchgespielt und Jägerrang 16 erreicht haben. Die Einstiegshürde ist also nicht alt so hoch gesetzt. Allerdings liegen trotzdem zahlreiche Stunden des Craften vor einem, um die eisige, neue Welt betreten zu können. Wer von Anfang an dabei ist, sollte aber bereits weit über dem erforderten Level für die Erweiterung liegen und kann direkt loslegen. Ein inkludierter "Levelboost" auf Jägerrang 16 für alle Neueinsteiger wäre jedoch schön gewesen, um direkt mit der Erweiterung los legen zu können. Die Raureif-Weite spiegelt das neue Gebiet wieder, dass ein riesiges Schneegebiet mit viel Eis, Gebirgen, aber auch warmen Quellen darstellt. Zusätzlich kommt es zu Veränderungen in der alten Spielwelt, die während der Erweiterung ebenfalls besucht wird. Für die neue Gefahr ist der Drachenälteste Velkana verantwortlich. Man muss diesen also so schnell möglich Jagen und zur Strecke bringen. Ähnlich wie bereits im Hauptspiel ist die Story allerdings nur nettes Beiwerk. Zwischensequenzen sind sehr gut inszeniert, aber spielen eine eher untergeordnete Rolle. Auch in "Monster Hunter World: Iceborne" konzentriert man sich mehr auf den Spielspaß bei der relativ langen Monster Jagd (30-50 Minuten), dem Erkunden neuer Gebiete und dem Meistern des komplexen Gameplay's. Dies sollte einem auch bewusst sein, bevor man sich für das Spiel entscheidet. Trotzdem trägt die Geschichte dazu bei von einem wichtigen Punkt zum nächsten zu begleiten, bis man das Ende der Kampagne erreicht hat. Der Umfang der Erweiterung reicht dabei fast an den des Hauptspiels heran, sodass man wieder mehr als 50 Stunden in das Spiel investieren kann. Das wird auch nötig sein, denn in der Raureif-Weite gibt es jede Menge zu entdecken. Optisch sieht das Spiel auf der PlayStation 4 Pro wunderschön aus und besticht durch satte 4K-Texturen und läuft einwandfrei. Dazu später mehr.

Das neue Gebiet überzeugt durch unglaublich viele kleine Details und eine atmosphärische Spielwelt. Beim Durchstreifen der Gebirge und Schneelandschaften gibt es für fleißige Entdecker also auf jeden Fall jede Menge zu sehen. Dazu zählen z.B. die neuen Monster, die die Raureif-Weite unsicher machen und besiegt werden müssen. Bevor man sich jedoch auf Monster-Jagd begebt, solltet man schauen, dass man auch entsprechend gekleidet ist oder warme Getränke zu sich genommen hat. Dies ist nämlich notwendig, damit die Ausdauer erhalten bleibt. Ansonsten schrumpft diese immer weiter. Nachdem man alle Vorbereitungen getroffen hat, kann es direkt losgehen. Insgesamt bietet "Monster Hunter World: Iceborne" über 20 neue Monsterarten. Viele davon sind jedoch leider nur abgeänderte Varianten bzw. Artgenossen von bereits bekannten Monstern. Die neuen Varianten haben andere Angriffe als die aus dem Hauptspiel, doch die Angriffsmuster bleiben identisch. Dennoch gibt es auch neue Monster im Spiel. Deren Bewegungsmuster und Angriffe zunächst noch einstudiert werden müssen, damit man der Kampf zum Erfolg wird. Jedes der neuen Monster hat eine spezielle Eigenart an sich. Der Banbaro hat z.B. ein riesiges Geweih auf seinem Kopf. Darauf solltet man im Kampf ganz genau achten, denn er kann gut damit umgehen und sogar Holz-Stämme damit vor sich herschieben. Ist man unaufmerksam, so kann er einem sehr schnell umstoßen oder etwa riesige Schneemengen darauf sammeln, welche er einem entgegenschleudert. Es macht letztendlich schon sehr viel Spaß diese neuen Monstertypen anzutreffen und gegen diese zu Kämpfen. Im Kampf steht einem von Anfang an die neue Klammerklaue zur Verfügung. Damit kann man sich direkt an ein Monster festkrallen und es bekämpfen. Somit ist es auch möglich, spezielle Stellen noch präziser zu verwunden um damit das Abtrennen von Panzerung oder Gliedmassen zu bezwecken. Ebenso lässt sich durch die Klaue das Monster in eine gewisse Richtung lenken. 

Die anstehenden Missionen bzw. Quest bekommt man über div. NPCs, einer davon sticht wieder besonderes aus der breiten Masse heraus und das wäre wieder die tollpatschige Jagdexpertin von der wir nicht nur die meisten Quest erhalten, sondern Sie auch hin und wieder als begleitet gewinnen. Nachdem man die Jagdexpertin angesprochen hat, stehen aus Ihrem Quest-Buch verschiedene Quest zu Verfügung. Angefangen von Missionen, die die Storyline weiter fortsetzen, über Optionale Quest, die Ressourcen bringen, über Jagd-Aufträge wo man bestimmte Monster der Stufe 2 bis Stufe 9 innerhalb einer bestimmten Voraussetzung z.B. falle max. 3x in Ohnmacht, töte 3 Monster der Stufe 9 oder erledigen der Aufgabe innerhalb von 50min. bis hin zu Event-Quest, die Zeitlich begrenz vorliegen und wertvolle Ressourcen erbringen. Hat man sich für eine Quest entschieden, wird diese Quest "bekanntgemachen". Hierzu wählt man aus, ob man die Quest alleine oder mit anderen Mitstreitern die Quest spielen möchte und legt die gewünschte Anzahl der Mitstreiter und sofern erwünscht sogar ein Passwort fest. Hat man alles nach seinen wünschen eingerichtet und die Quest gestartet bzw. "bekanntgemacht" hat man anschließend noch genug  Zeit, um sich noch mit Tränken oder anderen Hilfsmitteln auszurüsten, außerdem ist der Besuch der Kantine empfehlenswert. Ähnlich wie bei "World of Warcraft" haben diese Mahlzeiten bestimmte Wirkungseffekte, so verbessern sie z.B. den Schaden oder erhöhen die Lebensenergie über einen bestimmten Zeitraum. Wäre man mit der Vorbereitung fertig, fliegt man mittels Flugsaurier zum Startpunkt der Quest. Dort angekommen kann man zunächst einmal die Fuß-/ und Kratzspuren des gejagten Monsters aufnehmen und muss zunächst einmal die Karte erkunden, bis man eine Fussspur oder ähnliches gefunden hat. Dank unsere Spähkäfer wird man auf jedes interessante Objekt in der näheren Umgebung hingewiesen und stolpert so auch bald schon über die Fußspur des gejagten Monsters. Untersucht man diese Fußspuren, folgen die Spähkäfer automatisch dieser Spur zum nächsten Abdruck bis man irgendwann auf das gejagte Monster trifft. Das Untersuchen der Fuß-/ oder Kratzspuren bringt übrigens auch Forschungspunkte. Hat man genug Fuß-/ oder Kratzspuren gefunden, steigt das Level der Fuß-/ und Kratzspur und man bekommt auf der Karte sogar in Echtzeit einen Laufweg von diesem Monster eingezeigt. Ebenso kann man die Forschungspunkte auch gut in der Hauptbasis beim NPCs ausgeben.

Anschließend liegt es an einem selber, wie man vorgehen möchte. Schleicht man langsam an das Monster heran, um es von hinten zu überraschen oder schießt man ein Not-Signal ab und wartet auf Hilfe, die Entscheidung liegt bei einem selber. Außer ein paar kleinen Monstern, die schon nach einigen Schwerthieben das Zeitliche segnen, sind die großen Monster i.d.r. aber alles andere als leicht zu besiegen. Dank fehlender Energieanzeige der Monster muss man leider auf andere Dinge achten, um festzustellen wie es um die Gesundheit des Gegners steht. Jedes große Monster wird sich bis aufs virtuelle Blut wehren und dabei spezifische Angriffe oder sogar Combos nutzen. Die Beobachtung der Ziele und ein geschicktes Ausweichen sind unerlässlich, auch weil die Kämpfe gerne auch einmal etwas länger dauern, als eigentlich erwünscht. Die Begegnungen sind in mehrere Phasen unterteilt, nach denen sich das Monster zurückzieht und die Spieler die Verfolgung aufnehmen müssen. Im Verlauf des Kampfes werden die Monster zwar immer angeschlagener, dafür jedoch auch gefährlicher. Gerade diese Situation macht die Jagd immer wieder interessant und spannend, auch weil in der offenen Spielwelt immer die Gefahr besteht, dass sich in die Kämpfe noch ein zweites oder drittes - möglicherweise noch gefährlicheres - Monster einmischt. Oft flüchten die Monster auch vor einem davon oder geraten in Kämpfe mit anderen Monster, welche besonders beeindruckend in Szene gesetzt wurden und man dann besser beraten ist, den Kampf abseits des Kampfes zu genießen ist. Hat man ein Monster stark genug verletzt, kann es schon mal passieren, dass Teile der Panzerung absplittern oder das Monster anfingt zu humpeln, sich schlafen legt oder ein anderes Monster verspeist um sich zu regenerieren. Spätestens da weiß man, dass es mit dem Monster zu ende geht. Eine optionale Energieanzeige für die Monster wäre aber eine ideale Lösung um abschätzen zu können, wie viel Leben das Monster noch hat. Hat man den Kampf erfolgreich gemeistert, so kann man wieder neue Rüstungen aus den Monstern basteln. Dafür kann man in das neue Lager reisen, welche dem Spiel hinzugefügt wurde. Das neue Lager ist deutlich praktischer als der Alte.  Anders als noch im alten Lager ist das neue Lager viel kompakter und nicht mehr auf mehreren Ebenen verteilt. All die Händler, Questgeber und die Schmieden findet man viel schneller und man muss keine weiten Wege mehr laufen. Wer also schnell von A nach B kommen möchte, wird das im neuen Lager ohne Probleme tun können.

Neu hinzugekommen ist auch ein Haus-Crafting-System. Man kann den eigenen Raum nun frei dekorieren und sogar kleine Monster dort platzieren inkl. Fische im Aquarium. Wer sich eine kleine Heimat bauen möchte, bekommt damit die Gelegenheit dazu. Insgesamt ist das neue Lager also nicht nur praktischer, sondern auch schöner und gemütlicher als das alte Lager. Die Erweiterung bringt nicht nur den neuen Meisterrang und neue Monster ins Spiel, sondern auch neue Rüstungen. Diese lassen sich wieder unterschiedlich kombinieren und auf die Monster im Spiel anpassen. Weiß man, dass eine der Monster besonders Feuerresistent ist, dann kann man sich mit Tränken und Rüstungsgegenständen für den Kampf dementsprechend vorbereiten. Jede neue Rüstungen gibt es in einer Alpha- und Betavariante. Die vier Slots Konfigurationen gibt es aber nur im Kampf gegen die neuen Meisterrangs-Monster. Diese Rüstungsteile sind jedoch besonders stark und hilfreich. Das Craften nach den besonders herausfordernden Monstern lohnt sich also. Neue Waffen gibt es hingegen nicht. Stattdessen bleibt man bei den bisherigen 14 Waffenarten und hat diese allerdings stark erweitert, sodass die neuen Varianten wesentlich mehr Abwechslung bieten und sich immer noch neu genug anfühlen. Der bereits erwähnte Meisterrang soll etwas mehr Herausforderung bieten, damit man es nach dem Abschluss der Hauptkampagne nicht zu leicht in "Monster Hunter World: Iceborne" hat. Bei einem niedrigen Level klappt dies auch gut und bereits die ersten Kämpfe haben einen sehr knackigen Schwierigkeitsgrad. Ist man allerdings schon von Anfang an dabei und auf einem höheren Level, dann wird einem der Einstieg in "Monster Hunter World: Iceborne" wohl wesentlich leichter fallen als allen anderen Spielern. Für erfahrene Jäger wird es dann erst gegen Ende etwas schwerer. Durch die Nebenmissionen kommt man allerdings auch trotz geringen Meisterrang gut durch. Veteranen der Spielreihe sollten sich den Titel allerdings auch nicht entgehen lassen, da sie auch auf einige Monster treffen werden, die bereits aus früheren Spielen bekannt sind z.B. den Tigrex. Wer die Erweiterung im Mehrspieler-Modus spielen möchte, kann dies übrigens auch tun und muss dafür nur eine private Online-Sitzung erstellen. Danach kann man den Spaß auch mit seinen Freunden genießen. Wer sein Aussehen verändern oder einen neuen Charakter erstellen will, darf sich zudem über neue Frisuren, Bärte und Gesichtsbemalungen für den Editor freuen. Auch die HUD- und Gildenfunktionen wurden erweitert. Ansonsten bietet "Monster Hunter World: Iceborne" all das, was auch schon das Hauptspiel auszeichnete, dessen ausführlicher Test übrigens hier zu finden ist.

In Sachen Performance macht "Monster Hunter World: Iceborne" eine gute Figur und verlangt so einiges von der PlayStation 4 Pro ab. Neben der unglaublich lebendig wirkenden Schneelandschaften, wo die eigenen Fußspuren im Schnee detailreich und authentisch hinterlassen werden, sind auch die Monster ein echter Hingucker und wurden atemberaubend in Szene gesetzt. Auch dank des interaktiven Ökosystems mit einer eigenen Nahrungskette wirken diese so echt wie nie zuvor. Zudem bietet die Welt einen dynamischen Tag-Nacht-Wechsel. Die Landschaft und ihre Bewohner spielen eine wichtige Rolle in jeder Quest. Passend zu so manch epischem Kampf bietet auch die musikalische Untermalung einige gute Themes und erinnert teilweise etwas an die Untermalung alter "Godzilla"-Filmen. Ein echtes Ärgernis ist aber die Kameraführung, die dem Spiel die absolute Top-Wertung verwehrt. Noch schlimmer wird es, wenn man ein Monster im Fokus hat, die Idee ist zwar nicht verkehrt, aber die Umsetzung lässt zu wünschen übrig. Denn gerade bei Kämpfen mit flinkeren Monstern, die schnell die Richtung wechseln oder auf Bäume klettern, ist die Kamera absolut unbrauchbar. Gerade weil die Kämpfe doch recht anspruchsvoll sind, ist dies ein Missgeschick, das nicht hätte passieren dürfte. Das zweite Manko wäre das es keine durchgehende Dialogvertonung im Spiel existiert. So sind die Sprecher zwar recht gut gewählt, jedoch gibt es div. Passagen, die über keine durchgehende Dialogvertonung verfügen. Man wird förmlich genötigt den Untertitel lesen zu müssen, da es für diese Passage keine Dialogvertonung gibt. Bei einem Triple-A Titel hätte man da mehr Erwarten dürfen. Ein komplettes No-Go sind aber die Möglichkeiten durch Monster zu laufen, als wären Sie nicht da oder das man durch, statt über einen großen Stein läuft, sind Dinge, die nicht in ein fertiges Spiel gehören.



Ganz neu ist auch das zur Beheizung des neuen Stützpunkts Seliana dienende Dampfwerk, das man zwischen den Jagdausflügen mit gesammeltem Brennmaterial versorgen und über ein Quick Time Event Minispiel manuell befeuern kann, um zusätzliche Hilfsmittel zu ergattern.
Dem Koop-Modus hätte man vielleicht auch etwas mehr Arbeitszeit schenken sollen, wie man es bei dem Design der Monster oder dessen Zusammenspiel getan wurde. So ist das Zusammenspiel mit Freunden oder anderen Spielen so umständlich gestaltet, dass man schon keine Lust hat, die Jagd auf Monster mit einem größeren Team antreten zu wollen. Es ist Spielern teilweise unmöglich, zusammen auf die Jagd zu gehen. Zum einen Dauert die Spieler-Suche zu lange - sofern die überhaupt funktioniert - zum anderem blickte man nach "Bekanntmachung" der Quest nicht so wirklich durch, was gerade passiert bzw. passieren soll. Obwohl jede Quest mit vier Spielern ausgewählt wurde und auch kein Passwort notwendig war, passierte einfach nichts. Ein SOS Signal kann erst nach einer Cutscene gesetzt werden, wodurch aber die Quest-Belohnung für Helfende bereits nach 10 Minuten wegfallen und somit man meist allein bleibt. Das Problem gab es auch schon im Hauptspiel. Hier hätte man sich Verbesserungen gewünscht, da es letztendlich an Motivation fehlt, die Quest überhaupt beitreten zu wollen, wenn man keine Belohnung mehr bekommt. Demnach kann man sich das Not-Signal nach 10 Minuten eh sparen, was wiederum die falsche Botschaft sein sollte. Da hätte Capcom auf eine Limitierung verzichten müssen, damit die Hilfsbedürftigen Spieler auch wirklich die Hilfe bekommen, die Sie gerade am Anfang so bitter benötigen. Im späteren Verlauf sieht das wiederum ganz anderes aus. So gesehen schauen nur die Einsteiger mit einem geringen Jägerrang bzw. Meisterrang in die Röhre, alle anderen mit einem hohen Meisterrang rushen mit bis zu vier Mitstreitern förmlich von einen Monster zum anderen da die Lebensenergie der Monster "gefühlt" nicht mit skaliert und die Monster recht zügig fallen. Diese Spieler bekommen auch stets die Unterstützungen, die Sie eigentlich nicht unbedingt mehr gebrauchen. Da hätte man den Vorteil denjenigen zusprechen müssen, die die Hilfe auch bitter benötigen und das wären alle mit einem geringen Jägerrang/Meisterrang.



Fazit:
 "Monster Hunter World: Iceborne" ist genau das, worauf viele Spieler lange gewartet haben. Die Spielwelt des Hauptspiels wird mit "Monster Hunter World: Iceborne" positiv erweitert, bietet jetzt noch mehr Monster und ein wunderschönes neues eisiges Gebiet. Vor allem Spieler, die frisch aus der Kampagne kommen, dürften sehr viel Spaß mit dieser Erweiterung haben. Neueinsteiger hingegen haben keine direkte Möglichkeit "Monster Hunter World: Iceborne" zu spielen. Zuvor muss das Hauptspiel gemeistert werden bzw. Jägerrang 16 erreicht werden, bevor die Erweiterung angegangen werden kann. Obwohl die Voraussetzung bereits bekannt war, könnte es den einen oder anderen da doch etwas abschrecken. Hier wäre ein schnellerer Weg in form eines Levelboost vorteilhaft gewesen. Dank der liebevollen Inszenierung der offenen Spielwelt, dem grandiosen Ökosystem wodurch die offene Spielwelt mehr Leben eingehaucht wird, fühlt sich jede Begegnung mit den Monstern anders an, da man nie vorhersehen kann, in welchem Terrain man auf sie trifft oder welche anderen Monster sich noch einmischen oder wie diese untereinander agieren. Capcom präsentiert den Spieler eine offene Spielwelt voller Möglichkeiten, die zahlreichen Monstern an den Kragen zu gehen und setzt auf deren Kreativität, mit den verschiedenen Waffen, Tränken, Fallen oder Munition das Beste aus der jeweiligen Situation zu machen. Die Stärken der Erweiterung liegen vor allem im Gameplay und weniger in der neuen Handlung. Die Kombination aus neuer Spielwelt, den praktischen Neuerungen, dem neuen Meisterrang und jede Menge neuen Monstern, macht "Monster Hunter World: Iceborne" zu einer konsequenten und gelungenen Erweiterung von "Monster Hunter: World". Der Koop-Modus, trägt natürlich auch seinen Teil zum Spielspaß bei. "Monster Hunter World: Iceborne" bietet jedoch auch kompletten Neulingen genug Anreize, um für längere Zeit am Ball zu bleiben. Interessierte Spieler sollten allerdings jede Menge Zeit mitbringen, denn der Umfang von "Monster Hunter World: Iceborne" fällt wieder einmal monströs aus.

Bewertung: 9|10

Grafik:           
 (8/10)

Sound:          
 (9/10)

Einzelspieler: 
 (8/10)

Steuerung:     
 (7/10)

Mehrspieler:   
 (8/10)

Durchschnittliche Besucher-Wertung

9.0/10 rating 1 vote

 


 



Verkaufsstart: 06. September 2019

Publisher: Capcom
Entwickler: 
Capcom
Homepage: www.monsterhunter.com/world-iceborne/de/

Verpackung: - (Presse Disk)
Anzahl Disk: 1

Wendecover: - (Presse Disk)

Bild: PAL HD 720p,1080i,1080p
Spiel-Engine: MT Framework
HDR: Ja

Ton: 
1.Deutsch (Dolby Digital 5.1)
2. Englisch (Dolby Digital 5.1)
3. Französisch (Dolby Digital 5.1)
4. Italienisch (Dolby Digital 5.1)
5. Spanisch (Dolby Digital 5.1)
6. Japanisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel: 
- Deutsch
- Englisch
- Französisch
- Italienisch
- Spanisch
- Japanisch

Spielzeit: 51 Stunden und 26 Minuten (Meisterrang 70, Endgame)
Mehrspieler: Ja / 1-4 Koop
PlayStation Plus notwenig: Nein, Einzelspieler / Ja, Koop
Installation/Größe:
Ja / 49030 MByte
Schwierigkeitsgrad wären des Test: Normal
Trophäen/Anzahl:
 Ja / 50
Schwierigkeitsgrad für die Trophäen: Mittel
Wiederspielwert: Hoch
In-Game-Käufe: Ja, optional
Besonderheit: Add-on setzt den Besitz von "Monster Hunter: World" voraus, Zugang zu Iceborne-Inhalten ab Jägerrang 16

Pro
 
Neuer großer Schauplatz samt Basislager und vielen Interaktionsmöglichkeiten
Freier Erkundungsmodus
 Neue Schwierigkeitsstufe (Meisterrang)
Intensive & dynamische Echtzeitkämpfe
Neue Story, Missionen, Monster und Ausrüstung
 
Ordentlicher Umfang (ca. 51+ Stunden)
 Neue Extras, wie Reittiere, Schatzsuchen und Fotoalbum

Zahlreiche Waffen und Herstellungskomponente
Hilfreiche Nachschlagewerke & Notsignale
Trainingsbereich
 
Abwechslungsreiche Bosskämpfe
Anbau-, Sammel- und Handelshilfen
Automatisierbare Item-Herstellung
Wechselnde & individualisierbare Unterkünfte
 Erweiterte Spielfunktionen, wie Schleuder- und Waffen-Updates

Contra
 
Abermals stummer Protagonist
Keine durchgehende Dialogvertonung
 
Blasser Protagonist, über den man kaum etwas erfährt
Massive Clipping- Fehler in Umgebung und bei Monster z.B. Durchlaufen
 
Lange Ladezeiten

Kritik Extras, DLCs, Spielzeit, Tops/Flops, Schwierigkeitsgrad und Trophäen
Nach der Hauptstory erfolgt das Endgame (Ab Meisterrang 70) wo dem Spieler ein neues Gebiet (die Leitlande) freigeschaltet wird sowie weitere Missionen, Nebenmissionen und Events geboten werden, die das atemberaubenden Abenteuer von "Monster Hunter World: Iceborne" weiter fortsetzten. Die kostenpflichtige Erweiterung verfügt über automatische Speicherpunkte, die im Spielverlauf erfolgen. Manuelles Speichern ist jeder Zeit über das Menü möglich. Die automatischen Speicherpunkt liegen etwas ungünstig, scheitert man z.B. im Kampf, dann wird man am letzten Speicherpunkt gespawnt und man kann sein Abenteuer von vorne an fortsetzen.


Die Hauptstory von "Monster Hunter World: Iceborne" lässt sich vom Schwierigkeitsgraden nicht einstellen. Der Schwierigkeitsgrad steigt während des Spiels mit den Jägerrang bzw. Meisterrang. Die Trophäen sind gut ausbalanciert und Offline sowie Online und in mehreren Spieldurchlauf zu erhalten. Die Spielzeit für die Hauptstory liegt im sehr guten Mittelfeld. Wir haben für die komplette Hauptstory 51 Stunden und 26 Minuten gebraucht. Nachdem die Hauptstory erfolgreich abgeschlossen wurde, lässt sich das Spiel im Endgame (Ab Meisterrang 70) in einem neuen Gebiet (die Leitlande) weiter Fortsetzen. Die anderen Gebiete sind aber weiterhin erreichbar. So kommt man immerhin weiter in den Genus der liebevollen Spielwelt und dem grandiosen Ökosystem von "Monster Hunter: World" und "Monster Hunter World: Iceborne"
Die Entwicklerschmiede hat auch über eine Roadmap bereits angekündigt, dass es auch nach der Veröffentlichung von "Monster Hunter World: Iceborneweitere kostenlose Updates und Monster geben soll. Diese könnten dann vermutlich auch wieder etwas schwerer werden und die Spielwelt erweitern. Die Updates richtet sich vor allem an die Spieler, die das Endgame erreicht haben. Außerdem wird die bisherige Update- und Event-Strategie mit regelmäßig neuen, kostenlosen Inhalten in "Monster Hunter World: Iceborne" fortgeführt. Mit dem Rajang wurde sogar schon der erste Monsterneuzugang für Oktober angekündigt (siehe Roadmap)

Bewertung: 8|10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

8.0/10 rating 1 vote

Autor

Pascal Müller

Pascal Müller

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