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Mai15

PS4 Kritik: Uncharted 4: A Thief's End

PS4 Kritik: Uncharted 4: A Thief's End

Originaltitel: Uncharted 4: A Thief's End
Entwickler: Naughty Dog
Plattformen: PS4
Genre: Third-Person Action, Abenteuer

Freigabe: FSK-16
Mulitplayer: 
Ja (2-10 Mehrspieler-Modus)
Spielzeit: ca. 14 Stunden (Kampagne; 22 Kapitel)
Preis zum Test:
59.- Euro 


 

Story: Seit seinem letzten Abenteuer sind mehrere Jahre vergangen, doch jetzt muss der ehemalige Schatzjäger Nathan Drake wieder in die Welt der Diebe zurückkehren. Aus Gründen, die persönlicher sind als je zuvor, reist Drake um den Globus, um eine historische Verschwörung rund um einen sagenumwobenen Piratenschatz aufzudecken. Doch jeder Schatz hat seinen Preis: Dieses Abenteuer bringt Drake an seine körperlichen Grenzen, stellt seine Entschlossenheit auf die Probe und ihn selbst letztendlich vor die Entscheidung, wie viel er opfern würde, um diejenigen zu retten, die er liebt.

 


 

 


 

- Kritik -   

Sony Computer Entertainment neuster Ableger “Uncharted 4: A Thief’s End” beweist mal wieder, dass weiterhin kreative Fortsetzungen das Unternehmen verlassen können. Dabei stellt sich zurecht die Frage, wie es Sony Computer Entertainment in Kooperation mit der Entwicklerschmiede Naughty Dog überhaupt wieder geschafft hat, denn Erfolg der Spielreihe weiter aufrecht zu halten und das Mittlerweile mit drei Fortsetzungen. Im Grundgenommen ist die Antwort pausible: Dem Endverbraucher wurde von beginn der “Uncharted”-Reihe ein Action-Adventure geboten, der seiner Storyline treu geblieben ist, aber von zerstörbaren Objekten, atemberaubenden Kletterpassagen und einer sehenswerten Kulisse immer wieder eine Schippe drauf legte. Die Spielereihe “Uncharted” steht für Qualität und macht dadurch eine weitere Fortsetzung nicht nur Möglich, sondern auch erwünschenswert. Letztendlich kann man an dieser Stelle schon verraten, dass Naughty Dog mit “Uncharted 4: A Thief’s End” in jeder Hinsicht eine souveräne Fortsetzung gelungen ist, ob der vierte Teil jedoch die Erwartungen erfüllt, steht auf einem anderen Blatt und wird im laufe der Besprechung noch ausführlich Thematisiert.


Das Geheimnis um El Dorado, das verlorene Reich Shambhala in Nepal, die versunkene Wüstenstadt Iram - die Karriere von Nathan Drake kann sich durchaus sehen lassen und ließt sich wie eines der Abenteuer aus Indiana Jones. Eigentlich wollte Nathan Drake seinen Zahlreichen Abenteuer den Rückenkehren und nur für seine Freundin da sein und einen normalen Job nachgehen, doch das ändert sich schon bald, denn sein für tot geglaubter Bruder Sam taucht plötzlich wieder auf und bittet seinen Bruder um dessen Hilfe bei der Suche nach einem mysteriösen Schatz des Piratenkapitäns Henry Avery zu helfen. Der Freibeuter soll seinerzeit eine Piratensiedlung aufgebaut haben, in der er zusammen mit weiteren Piraten Gold und Edelsteinen anhäufte. Das große Problem ist aber herauszufinden, wo genau diese Siedlung lag. Henry war der meistgesuchte Mann der Welt und hinterließ logischerweise keine Einladungskarten, die direkt zu seinem Piraten-Utopia führte. Bevor Nathan und Sam überhaupt in Reichweite des Schatzes gelangen, müssen sich die beiden einer Unzahl von Prüfungen stellen und dann sitzt ihnen noch die schießwütige Söldnertruppe eines ehemaligen Freundes im Nacken, der eben Falls vom Schatz des Henry Avery besessen ist. Im Prinzip also ein ganz normales Kapitel im Leben des Nathan Drake.
 

Egal ob man ein Action-Adventure gespielt hat oder nicht, man wird sich auch im vierten Abenteuer des Abenteuersüchtigen Nathan Drake sofort zurechtfinden. Das grundlegende Spielprinzip aus Springen, Klettern, Schießen und ein wenig Rätseln bleibt natürlich unangetastet. Nathan Drake springt von Vorsprung zu Vorsprung, klettert an hervorstehenden Steinen, Bretter oder Felsritzen entlang und hechtet hinter Kisten oder Mauern in Deckung, wenn die Situation Waffengebrauch vorsieht. Vor allem die Kletterpassagen funktioniert nun etwas geschmeidiger als bei den Vorgängern, wirken jedoch stark übersteuert ins Spiel implementiert, da man das Gefühl bekommt, dass das komplette Spiel nur aus Kletterpassagen bestehen würde und demnach wirkt der Story-Verlauf recht künstlich inszeniert. Nathan Drake greift jedoch deutlich gezielter nach Steinen und Felsspalten, eben so wird die Bewegung zum nächst möglichen Objekt visuell symbolisiert, dass erzeugt einen packenden und flüssigen Ablauf. Durch die mittlerweile deutlich flüssigere Bewegung, fügt sich das ganze wesentlich natürlicher ins Gesamtbild ein, als bei den Vorgänger. Das hängt auch mit der aufpolierten Optik zusammen; dank 1080p-Auflösung und stellenweise fotorealistischen HD-Texturen konnten die Entwicklerschmiede Naughty Dog die Spielwelt wesentlich feiner gestalten. Detailreicher Pflanzenbewuchs und viele unterschiedliche Felsformationen sorgen dafür, dass man nicht mehr das Gefühl hat, einzelne Grafikbausteine immer und immer wieder in unveränderter Form vorzufinden. Natürlich hat auch “Uncharted 4: A Thief’s End” nur eine begrenzte Anzahl von Grafikelementen, doch die Variationen und auch die immer wieder wechselnde Beschaffenheit der Grafikelementen machen das beinahe vergessen. Die Interaktivität der Spielwelt ist rundum gelungen und spiegelt bei genauen Beobachtungen auch die Tiere-/ oder Insektenwelt gut wieder. Dazu tragen auch die offener gestalteten Szenarien deutlich bei. Statt wie bei den Vorgängern durch linear angesiedelten Gebiete gelotst zu werden, kämpfen wir uns in “Uncharted 4: A Thief’s End” durch wesentlich weitläufigere Gebiete. 
 

Letztlich sind das nur weitläufige Gebiete die ein lineares Ziel haben, doch durch die erhöhte Bewegungsfreiheit erzeugt die Entwicklerschmiede Naughty Dog die Illusion von spielerischer Freiheit. Egal ob wir uns zu Fuß durch den Dschungel kämpfen oder erstmals in der Geschichte der Uncharted-Reihe im Jeep völlig frei und nicht auf vorgegebenen Bahnen über weite Landschaften im Offroad-Modus unser Ziel nahe kommen, immer wieder kommen wir an Weggabelungen und Abzweigungen vorbei, die uns letztendlich die Freiheit vortäuschen. Doch auch wenn es sich dabei bloß um spielerische Illusionen handelt, erzeugt “Uncharted 4: A Thief’s End” durch diesen Kniff ein glaubwürdiges Open-World-Szenario. Wenn wir mit dem Jeep herumfahren, kommen wir des Öfteren an kleinen Ruinen vorbei, deren Erforschungen optional sind und meistens mit einem kleinen Schatz belohnt werden. Die Schätze sind zusätzliche Sammelherausforderung und über die ganze Spielwelt verteilt. Mit den erhalt der Schätze bekommt man Punkte, die man wiederum in Freischaltbare Items für den Mehrspieler-Modus investieren kann. An diesen Stellen geht übrigens auch die meiste Spielzeit drauf, da man dadurch das eigentliche Missionsziel aus den Augen verliert und bei über 100 Schätzen immer irgendwo einen Schatz vermutet. Sehr Ärgerlich und gleichzeitig ein großes Manko an der ganzen Sache: Trotz enormer Weite der Spielwelt gibt es keine Karte oder Wegpunkt auf der wir unsere Position oder mögliche Schatzfundorte bestimmen können oder uns orientieren können. Des Öfteren erwischt man sich bei der Frage, wo es eigentlich hin geht oder wie man zum Ziel am besten hin kommt. Es läuft automatisch darauf hinaus, dass man genötigt wird verschiedene Wege in Kauf zu nehmen, bis man sein Ziel letztendlich erreicht hat. Für ein lineares Spiel könnte man auf eine Karte oder ein Wegpunkt verzichten, aber für ein Weitläufiges Spiel ist eine Karte oder Wegpunkt unverzichtbar.
 

Doch Schätze und Erforschungen sind nur eine Seite der Medaille, denn “Uncharted 4: A Thief’s End” wäre kein Uncharted, wenn es nicht auch Unmengen von Gegnern gäbe, derer wir uns im Verlauf des Spiels stellen müssen. Das können wir in bewährter Deckung-und-Schuss-Manier tun, indem wir unseren Charakter hinter Objekten wie Kisten oder Mauern-Vorsprünge positionieren, um die eben Falls in Deckung gehenden Feinde einen nach dem anderen mit unserem Waffendepot zu erledigen. Die Gegner stellen sich dabei recht schlau an und versuchen uns zu flankieren oder eine neue Position ausfindig zu machen. So sind wir gezwungen, die Deckung zu wechseln und immer auf unseren Rücken zu achten. Oder einfach mal eine zeitlang in Deckung zu bleiben, um Energie zu regenerieren. Man sollte jedoch bedenken, dass Kisten oder Mauer-Vorsprünge keinen dauerhaften Schutz bieten, da sie durch gegnerische Kugeln oder Granaten sehr detailreich zerstört werden können. Besonders haarig wird es, wenn Elite-Gegner z.B. gepanzerte Söldner mit Flinte, Granatwerfer oder einer Minigun beinahe unaufhaltsam auf uns zu kommen. Der Clou dabei bleibt weiterhin in Deckung zu bleiben und dessen Panzerrüstung durch genügend Schüsse zu Zerstören. Ist die Panzerrüstung einmal beschädigt, fällt diese ab und der Gegner ist schnell Geschichte und man darf sich auf seine hinterlassende Waffe freuen. 
 

Natürlich mag es für jeden Actionliebhaber der erste Impuls sein, wenn der Feind in Sichtweite ist gleich das Feuer auf ihn zu eröffnen. Doch wer in “Uncharted 4: A Thief’s End” nur auf krachende Action setzt, liegt schnell - wegen dem respawn an schweren Gegner - im Nachteil. Das A und O ist das Schleichen. Anders sind die Gegenspieler die wir antreffen, kaum zu schaffen. Nathan Drake Fähigkeit - sich im hohen Gras zu verstecken - zahlt sich dabei aus. So können wir die zahlreichen Gegenspieler ungesehen und schnell erledigen und dabei automatisch deren Leichnam verstecken. Es empfiehlt sich immer, darauf zu achten keine Leichen im offenen Gelände herumliegen zu lassen, da der Gegner  misstrauisch werden kann und nach uns suchen könnte. Die Schleichmechaniken sind bei “Uncharted 4: A Thief’s End” sehr simpel gestrickt und begrenzt. Es bleibt letztendlich uns überlassen, ob wir uns in Rambo-Manier durch die Söldnertruppen schlagen oder den sicheren und vor allem ruhigen Weg einschlagen. Eben so können wir auch auf eine gesunde Mischung aus beiden Spielweisen setzen. Als überraschend gut funktionierende Hilfe haben sich dabei übrigens unsere KI-Begleiter herausgestellt. Wir sind nämlich selten allein unterwegs und haben meist einen Mitstreiter an unsere Seite, der eben Falls das Schleichen beherrscht und auch mal einen Gegner aus der Deckung heraus attackiert.  

Bereits früh im Spiel lernen wir auch den Umgang mit dem neuen Kletterseil. Das Kletterseil erweist sich als äußerst nützliches Werkzeug, das uns nicht nur als Lianen-Ersatz beim Schwingen über Abgründe gute Dienste leistet, sondern auch als Kletterhilfe und Flaschenzug eingesetzt werden kann. Im Prinzip hat “Uncharted 4: A Thief’s End” hier den Seilschuss aus Tomb Raider abgekupfert. Wo wir das Seil einsetzen können, signalisiert ein entsprechendes Symbol an Haltepunkten, meist Balken mit einem darum gewickelten Seil. Sich über einen Abgrund zu schwingen ist eine Sache, von einer Klippe zu springen, unter einem weit und breit nur der Tot lauert und in letzter Sekunde das Kletterseil an einem Balken zu befestigen und wild schwingend durch die Luft zu sausen, ist aber etwas völlig anderes. Genau wie bei den Klettereinlagen, die schon in den Vorgängern durch das Vermitteln von beängstigender Höhe immer wieder für akrobatische Schreckensmomente sorgten, entlockt uns das Spiel hin und wieder echtes Herzklopfen. Ein Gefühl des Mitten drin, statt nur dabei Gefühls und der Verlust der Realität, dass das nur ein Spiel ist. Das sind diese ganz speziellen Momente, für die wir die Uncharted-Reihe so lieben. 
 

Zu einem richtigen Abenteuer gehören natürlich auch Rätsel, die Henry Avery zusammen mit fiesen Fallen auf unserem Weg nach Libertalia hinterlassen hat. Meist handelt es sich dabei aber um relativ simple Kombinationsrätsel, die wir mithilfe der Aufzeichnungen in unserem Tagebuch im Handumdrehen lösen können. Das Tagebuch wirkt wie eine Art Hilfestellung für Rätsel. Viele Tipps und Tricks stehen dort drin oder werden Skizziert symbolisiert. So werden z.B. im Tagebuch Wappen Skizziert, die in der richtige Reihenfolge zu bringen sind, jedoch sind diese im Tagebuch deutlicher, als an der Maschine zu sehen. Weitere Rätsel wären z.B. das Lichtkegel in einer richtigen Position gebracht werden müssen oder Bodenplatten anhand von Symbolen zu umgehen sind, wo z.B. im Tagebuch  auch sehr Hilfreiche Tipps zu finden sind. Doch so schnell die Rätsel auch gelöst werden, tragen sie doch einen wichtigen Teil zur dichten Atmosphäre bei.


Man kann sagen was man will, doch die Jungs von Naughty Dog wissen einfach, wie man den Spieler zum Stauen anregen kann. Ob wohl die Vorgänger schon klasse aussahen und konstant ein stimmiges Bild ablieferten, wirkt
“Uncharted 4: A Thief’s End” doch um einiges stimmiger und konnte Grafisch noch vier Schippe drauflegen. Naughty Dog setzte die Feile richtig an und hat mal wieder nur da gefeilt, wo es nötig war. Das Resultat konnte sich sehen lassen und servierte uns das bislang ansehnlichste Action-Adventure der Letzen Jahre. Im Gesamtbild ist “Uncharted 4: A Thief’s End” zu den Vorgängern ein deutlicher Sprung gelungen. Sowohl Texturen auch Licht-/Schatteneffekte sehen scharf und stimmig aus. Das gilt auch für die detaillierteren Figuren und Animationen. Auch die Umgebung ist eine bezaubernde Augenweide und wurden mit viel Liebe im Detail angefertigt. Das grafische Highlight sind eindeutig die abwechslungsreichen Szenarien. So besucht man wären der Kampagne eine detailreiche und sehenswerte Insel, durchstreift einen dichten Dschungel, besucht die Unterwasserwelt oder alte Ruinen, macht einen Abstecher nach Schottland und lernt dort Berge und Täler kenne bis hin zu einer riesigen, verrotteten Stadt die in Trümmern liegt ist für jegliche Abwechslung definitiv gesorgt. Durch das Zusammenspiel von Licht-/Schatten-/ und Wassereffekten und einer atemberaubenden Texturdichte von tiefen Details bei Pflanzen, Bäumen oder Felsen bekommt man einen regelrechten Augenschmaus geboten. Betrachtet man die fehlenden Spielunterbrechungen, die bei herkömmlichen Videospielen das Laden eines neuen Abschnittes ausmacht, bekommt man bei “Uncharted 4: A Thief’s End” ein reales Spielergefühl geboten, welches ein Film sehr nahe kommt. Tolle Sprecher, fantastische Körpersprache über Mimik und Gestik sorgen mitunter für eine richtige Filmatmosphäre.

Wie seine beiden Vorgänger Uncharted 2: Among Thieves und Uncharted 3: Drake's Deception bietet auch “Uncharted 4: A Thief’s End” einen Mehrspieler-Modus. Im Gegensatz zur Kampagne läuft der Mehrspieler-Modus nicht in 1080p mit 30 Frames pro Sekunde, sondern liefert in einer etwas niedrigeren Auflösung von 900p bei stabilen 60 Frames ein konstantes Bild. Eine gute Entscheidung, da es bei Mehrspielerschlachten natürlich auf einen flüssigen Ablauf ankommt. “Uncharted 4: A Thief’s End” beschränkt sich derzeit auf einen Mehrspieler-Modus für bis zu 10 Spieler bei verschiedenen Spiel-Modis. Nach und nach sollen dank kostenloser DLCs neben neuen Karten, Waffen, Fähigkeiten und Kostümen auch der Co-op-Modus nachgerüstet werden. Wichtigstes Element des Mehrspieler-Modus ist das Sammeln von Ingame-Geld, das wir noch während der laufenden Runde im Shop für Bonuswaffen, KI-Hilsftrupp's und Fähigkeiten eintauschen können. Statt einer kompletten und komplexen Shop-Oberfläche gibt es eine simple Oberfläche, die wir Ruckzuck bedienen können. Besonders die Fähigkeiten, die allesamt von den Schätzen der Vorgängerspiele inspiriert sind, haben ihre reiz. Sie bieten nicht nur hübsch anzusehende Effekte, sondern können durchaus auch mal während eines Team-Death-Matches das Ruder herumreißen, wenn etwa die El-Dorado-Statue zielsuchende Projektile inmitten der Gegner verschießt. Auch außerhalb der Runden gibt es einen Shop, in dem wir Kleidung und Waffen kaufen können. Dabei wird zwischen zwei verschiedenen Währungen unterschieden: Während wir generell für absolvierte Matches Geld erhalten, gibt es die Prestigepunkte nur für besondere Leistungen. Wer will, kann sich Ingame-Geld auch gegen Echtgeld kaufen, doch davon raten wir definitiv ab, da es auf dem normale Weg durchaus genug Ingame-Geld zu verdienen gibt. Des Weiteren verfügt der Mehrspieler-Modus auch über Tagesaufgaben die man während eines Matches erledigen kann wie z.B. Heile 5 Team-Mitglieder oder Töte 5 Gegenspieler mit Granaten oder dem Seilharken. Schließt man die Tagesaufgabe ab, bekommt man Geld und Erfahrungspunkte. Neben den Tagesaufgaben gibt es noch die Herausforderungsaufgaben. Erfühlt man die Herausforderung z.B. Töte 5 Spieler mit einem Scharfschützengewehr + Töte 5 Spieler während Ihr am Seil hängt +..., bekommt man dadurch auch Erfahrungspunkte, Geld und verbessert dazu noch die Fähigkeiten oder die Abklingzeit wird reduziert. 

 

- Fazit -

Uncharted 4: A Thief's End ist auf eine visuellen Ebene ein Meisterwerk. Was Naughty Dog hier inszeniert hat, kann mit einem Gemälde verglichen werden. Man bekommt eine prachtvolle Kulisse geboten mit spektakulären Kletterpassagen und in sich zusammenbrechen Objekten die einem zum Staunen animiert. Nie zuvor wurde eine Zerstörungswahn so inszeniert, wie bei Uncharted 4: A Thief's End”. Aber auch die ruhigen und atemberaubenden Erkundungsphasen zu Fuß oder mit dem Jeep und vor allem die Beziehung zwischen den Brüdern ragt bei Uncharted 4: A Thief's End drastisch heraus. Es ist beeindruckend, wie natürlich und authentisch die Körpersprache über Mimik und Gestik inszeniert wurde. Die Begleiter-KI agiert selbstständig und wird mit einer Lustigen Dialogführung gepaart. Aber nicht alles ist Perfekt: Durch die übersteuerten Kletterpassagen, die recht künstlich wirkt und dementsprechend auch so rüber kommen, verspielt Naughty Dog ihr Potenzial für eine Runde Sache. Man bekommt kaum unterschiedliche Gegnertypen geboten, die Rätsel-Mechanik ist zu offensichtlich und in kürzeste Zeit zu Lösen. Dies wird jedoch schnell durch die offenere und weitsichtige Spielwelt inkl. einer Offroad-Fahrt schnell in den Schatten gedrängt, denn nie zuvor war eine  Kletterpasse von ihrer Detailtiefe so faszinierend und ansehbar, wie bei Uncharted 4: A Thief's End. Mit einer spektakulären Geschichte und einem WOW-Twist der zum Staunen anregt, wird der Kreis der Serie zum Abschluss gebracht und Naughty Dog hat dabei ganze Arbeit geleistet. Uncharted 4: A Thief's End konnte seine Vielseitigkeit und detailtiefe erst auf einer Next-Gen-Konsole mit voller Pracht entfalten und nur dafür wurde die PlayStation 4 gemacht! 

Bewertung: 9 | 10

 

Grafik:            (9/10)
Sound:           (9/10)
Singleplayer:  (10/10)
Steuerung:     (8/10)
Multiplayer:    (8/10)

Durchschnittliche Besucher-Wertung

8.3/10 Bewertung (3 Stimmen)

 


 

- FACTS UND EXTRAS -

 

Verleihstart: 10. Mai 2016
Verkaufstart: 10. Mai 2016

Publisher: Sony Computer Entertainment Europe
Entwickler: Naughty Dog
Verpackung: Blu-ray Case (Amaray)
Wendecover: Nein

Bild: PAL HD 720p,1080i,1080p
Spiel-Engine:
Überarbeitete Naughty Dog”-Engine

Ton: 
2. Deutsch (Dolby Digital 5.1)
1. Englisch (Dolby Digital 5.1)
3. Niederländisch (Dolby Digital 5.1)
4. Italienisch (Dolby Digital 5.1)
5. Französisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel: 
- Deutsch
- Italiensch
- Norwegisch
- Englisch
- Französisch
- Spanisch
- Russisch
- Portugiesisch
- Polnisch
- Niederländisch

Spielzeit: ca. 14 Stunden (Kampagne; 22 Kapitel)
Mulitplayer: Ja (2-8 Mehrspieler-Modus)
Installation/Größe:
Nein
Schwierigkeitsgrad wären des Test: Leicht
Trophäen/Anzahl:
 Ja / 56
Schwierigkeitsgrad für die Trophäen: Mittel
Wiederspielwert: Niedrig
In-Game-Käufe: Ja

Pro

 Filmreifes Action-Abenteuer mit Indiana-Jones-Feeling

 Abwechslungsreiche Schauplätze

 Beeindruckende Natur und Architektur

 
Große Szenario mit Alternativrouten

 Spektakuläre Wettereffekte

 Tolle Kletter-/ und Hangpassagen

 Interessante und abwechslungsreiche Rätsel

 Hilfreiche Tagebuchinteraktion mit Zeichnungen und Lösungsansätzen

 Begleiter-KI agiert selbständig

 Spiel-/ und Zwischensequenzen fließen nahtlos ineinander

 Beeindruckende Mimik-/ und Gestik-Körpersprache

 Ausgezeichnete deutsche Lokalisierung

 Umfangreicher Multiplayer mit Teamplay-Fokus

 Lustige und authentisch Dialoge sorgen für eine Stärke Bindung

 Freischaltbare Items

 Easter Egg sorgen für Abwechslung und Schmunzler

 Alle kommenden DLC's sind kostenlos

Contra

 Keine Karte bzw. Richtungsanzeige wo man hin muss

 Zu viele Kletterpassagen

 Rätsel sind etwas zu leicht

 Zu wenig abwechslungsreiche Gegner-Modelle

Kritik Extras, Spielzeit, Schwierigkeitsgrad und Trophäen
Neben der Singleplayer-Kampagne umfasst Uncharted 4: A Thief's End auch einen umfangreichen Mehrspieler-Modus, der uns mit weiteren Stunden Unterhalten soll. So verkündet Sony gleich zu Beginn, dass alle zukünftigen Karten, Modis, Waffen, Fähigkeiten, Skins, Items und der kommende Co-op-Modus kostenlos zu verfügung gestellt wird. Sämtliche Items oder Kostüme werde aktuell durch das erspielen von Relikten in der Singleplayer-Kampagne freischalten, so dass fleißige Spieler auch belohnt werden. Des Weiteren will Naughty Dog den Mehrspieler-Modus lange frisch halten und ständig den Titel mit neuen Inhalten versorgen. So bekommt man über das Jahr verteilt einen abwechslungsreichen Content geboten, der nicht nur den Mehrspieler-Modus erweitert, sondern auch auffrischt. Uncharted 4: A Thief's End verfügt über automatische Speicherpunkte, die im Spielverlauf erfolgen. Manuelles Speichern ist zwar möglich, aber nicht unbedingt notwenig. Die automatischen Speicherpunkt sind sehr human gelegt, scheitert man z.B. an einer Kletterpassage oder im Kampf, dann wird man kurz vor dem Scheiterpunkt gespawnt und man kann sein Abenteuer ohne viel Vorlauf fortsetzen. Die Kampagne von Uncharted 4: A Thief's End lässt sich auf insgesamtfünf Schwierigkeitsgraden spielen. Von Sehr Einfach Forscher - der die Kämpfe und Schusswechsel stark vereinfacht, indem exakte Zielhilfen implementiert werden und Nathan selbst zahllose Schüsse aushält - bis extrem schwierig Gnadenlos-Modus (Wird erst nach dem Durchspielen Freigeschaltet!) der sogar für die Entwickler eine Herausforderung stellt, ist für jedem Spieler ein optimaler Schwierigkeitsgrade vorhanden. Die Trophäen sind gut ausbalanciert und mit etwas Mühe zu erhalten. Um alle Trophäen zu erreichen, ist eine Playstation Plus Mitgliederschaft notwenig, da 5 Trophäen über den Mehrspieler-Modus zu bekommen sind. Die Spielzeit für die Kampagne variiert stark, da man für alle Schätze die komplette Karte erforschen muss oder für den richtigen Pfad etwas mehr Zeit benötigt. Ebenso könnten Rätsel die Spielzeit eben Falls nach oben treiben. Wir haben für die komplette Kampagne 14 Stunden und 12 Minuten gebraucht. Wir haben jedoch nicht die komplette Karte erforscht und mit viel Glück auch immer den richtigen Weg zum Ziel gefunden. Letzteres war bei Uncharted 4: A Thief's End immer so eine Sache und nicht immer ersichtlich. Es ist jedoch zu empfehlen, die Kampagne in ruhe zu genießen und zu erfroschen, da man während der Kampagne auch zahlreiche Dokumente und Schätze finden kann die nicht nur die Story besser zu verstehen geben, sondern auch Zusatzinhalte freischalten lässt. Die atemberaubenden und sehenswerte Spielwelt ist dann auch inklusive. Mit den zahlreichen Inhalten die über das Jahr verteilt kostenlos dem Endverbraucher zu Verfügung gestellt wird, bekommt man einen ordentlichen und stimmigen Umfang geboten, der für zahlreiche Spielstunden sorgt. Wir sind begeistert von der Vielfalt an kommenden Inhalten, die allesamt kostenlos zu Verfügung gestellt werden und können nur noch eines Sagen: Es geht also Doch!

Bewertung: 10 | 10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

10.0/10 rating 1 vote

Autor

Pascal Müller

Pascal Müller

   

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